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457 te des Viehes und darüber wegraft. Dieſer natürlichen Krankheit wird durch die künſtliche Impfung geſteuert; ſo daß nach ein Mahl uͤberſtandener Inoculation alle Schafe lebenslänglich, von der natürlichen Blatteran⸗ ſteckung befreyt bleiben, und es bald zu einem unver⸗ zeihlichen Fehler der Wirthſchafts⸗Beamten wird ge⸗ macht werden müſſen, wenn ſie mit der Impfung un⸗ bekannt, die natürlichen Blattern einreißen laſſen. Man kann zu jeder Zeit Lämmer, und alte Scha⸗ fe ohne Gefahr inoculiren, die höchſte Zeit aber, wo die Inoculation keinen Aufſchub leidet iſt diejenige, wo ſchon einige Stücke mit natürlichen Blattern behaftet ange⸗ troffen werden, und folglich beweiſen, daß die Blat⸗ terkrankheit im Unzuge ſey, und bald durch die ganze Schäferey einreißen werde. Ohne Zeitverluſt muß man bey allen übrigen der natürlichen Anſteckung dadurch vorkommen, daß man ſie ſämmtlich auf der Stelle inoculirt. Die Operation geht bey einiger übung ſo ge⸗ ſchwind von der Hand, daß ein einziger Menſch, nebſt ein paar Schafknechten, die die Schafe auffangen und halten, in einem Tage 1200— 1500 abfertigen kann. Dieſe kleine Mühe ausgenommen erſpart man ſich alle übrigen Beſchwerlichkeiten und Sorgen, die ſonſt ein ganzer Haufen kranker Schafe zu verurſachen pflegt. Man hat weder Arzneyen, noch einer beſondern War⸗ tung und Führung nöthig, und überläßt ſie ganz der Natur. Die meiſten und faſt alle bekommen dabey keine andern Blattern, als an dem Orte, wo ſie inoculirt worden ſind, die ihnen außer einer kleiner Steifung im


