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447 Mit dieſer Miſchung wird das raudige Schaf am
erſten, achten und fünfzehnten Tage, alſo in allem drey
Mahl, bey Regenwetter aber 4— 5 Mahl befeuchtet, oder noch beſſer in dieſelbe eingetaucht, und an einem beſondern Ort getrocknet.
Hat die Wolle ſchon eine hübſche Länge, finden
ſich Hinderniſſe gegen das Abſcheren derſelben; ſo muß
man die Flüſſigkeit vor der Anwendung durch ein Stück Leinen oder Wollenzeug ſeichen, um alles mißßfäͤrdige zu entfernen.
Merkwürdig bleibt, daß eine in der Nähe von Stuttgart befindliche Schäferey auf dieſe Art von der Raude befreyt, im folgenden Jahr, bey der Schur eine alle Erwartungen überſteigende Menge Wolle lieferte, und daß ſeit 4 Jahren noch kein, mit jener Flüſſigkeit behandeltes Schaf von ſelbſt raudig wurde.
Zweytes Mittel wider die Schafraude.
Die Schafraude iſt eine Hautkrankheit, oie ſelten von ſelbſt ſondern meiſtens durch Anſteckung entſtehet, allmäh⸗ lich ausbricht, und anfänglich nur die Haut krank ma⸗ chet⸗ Sie rührt bekanntlich, ſo wie die Krätze bey dem Menſchen, von einer Milbe her, die ſich auf der Haut nährt und propagirt.—
Sie fängt allezeit mit kleinen rothen, harten⸗ über der Haut erhabenen, fühl- und ſichtbaren, mehr oder weniger zerſtreut und einzeln ſtehenden, juckenden Knöt⸗ chen an, die bey Vernachläſſigung dieſer Hautkrankheit


