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Haut. Dieſe ſchuppt ſich ab und genefet wieder. Dauert aber Regen fort, ſo ſchwillt die Haut, wird blaß, wei⸗ terhin bläulich grün, wäſſerige ſchäumende Feuchtigkei⸗ ten ſchwitzen aus, gehen in die Wollehaare über und kleben dieſe zuſammen.
So wie die Hautfarbe grünlich geworden iſt, rei⸗ ben ſich die Schafe gern an dieſen Stellen, und die Milben kommen zum Vorſchein, nagen ſich in der Haut fort; die ausſchwitzenden Feuchtigkeiten verhärten zu neuem Grind, um ſo mehr bey feucht warmer Witte⸗ rung, welche dieſe Thiere recht begünſtiget, da ſie kal⸗ te trockene Witterung hingegen tödtet. Nach einigen Tagen paaren ſie ſich, legen Eyer, und nach 10— 12 Tagen kommt wieder eine neue Brut zum Vorſchein, und ſo geht das fort. Durch befruchtete Milbenweib⸗ chen wird die Raude von einem Schafe auf das andere, übertragen.
In der zweyten Abtheilung macht uns Herr Walz mit dem Heilverfahren bekannt. Hier gibt er ein unter allen Umſtänden die Milben ſchnell tödtendes, weder dem Schafe noch der Wolle nachtheiliges Mittel an, das auch ſelbſt die Milbenneſter zerſtört, nähmlich eine chemiſche Miſchung: 1) von 4 Theilen friſch gebrannten Kalk, durch allmähliges Waſſerzugießen in einen brey⸗ artigen Zuſtand verſetzt; 2) von 5 Theilen kohlenſauern Kaly oder guter Pottaſche,(oder wenn dieſe nicht zu haben iſt, von 60 Theilen Buchenaſche); 3) von 200 Theilen Miſtjauche; 4) von 800 Theilen Waſſer; 5) 6 Theilen Hirſchhornöhl und 6) 3 Theilen Schiffstheer.
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