244 Sache ſ<aden. INo< weniger iſt daher au< die ſo- lidariſ<e Berpachtung an ganze Gemeinden anzura- then. Die Berſchiedenheit der Meinungen, Kennt» niſſe, Erfahrungen, Bermögensumſtände, Ordnungs? liebe, des guten Willens und Intereſſe der Theilha- ber vermag durc<aus nicht die Cultur zu befördern, und der Padtzins iſt, wenn gleich die ſolidariſche Bezahlung ſtipulirt worden, oft ſc<wer zu erhalten.=- Die Beranlaſſung zu Meliorationen fällt weg; wenig nüßliche Berſuche zur Beſtätigung neuer Entdedun- gen werden gemacht-- des Reizes und der Leichtigs- Feit der Berdunkelung oder vorſäßlihen Sh<mälerung von Gränzen und Gerechtſamen nicht zu gedenken. Außerdem muß auh hierbei in wiederholten Unglücs: fällen vielen Familien Unterſtüßung gereicht werden, die der Gtaaf ni<twvohl verſagen kann, weil es ihm nicht blos, wie einem Privatmanne, auf den baaren Er- trag der Domaine, ſondern au< in anderer Hinſicht auf die Conſervation der Familien ankömmt.
Trauen und Wittwen qualificiren ſich in der Re- gel niht zum Pactgeſ<häft, ſollen auc) nach den Vorſchriften*) dazu ni<t angenommen werden» June deſſen wird, wenn heranwachſende qualiſficirte Göhne vorhanden ſind, darauf billige Rückſicht genommen.
Das ſogenannte Intendanturſyſtem(Rent- amt) iſt diejenige Einrichtung, bei welcher die einzel- nen(Güter, ja aum wohl einzelne Nußungen in Zeit- oder Erbpa<ßt, auc< wohl zum Theil in Adminiſtra-
*) Dir. Reſcr, v. 10. Febr, 1730 wegen des Amts Zoßen. Vom 3» und 17. Juny 1795 wegen Burgſtall und Diesdorf.
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