Teil eines Werkes 
2,2 (1840) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 2,2
Entstehung
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Winterſtallfuͤtterung des Rindviehs. 391

und weun fie nur eben ſo gut gemaͤſtet ſind, wie jener, iſt in der Guͤte des Fleiſches kein bemerkbarer Unterſchied; ja zwei Jahr alte Kalben von der Kurzhornraſſe werden oft dem Gewicht nach hoͤher bezahlt, als aͤltere Ochſen, und das Maͤſten ſo junger Thiere wird immer haͤufiger, weil eine ſchnellere Ruͤckkehr des Kapitals dabei ſtattfindet. Da nun Gewinn das Ziel aller landwirthſchaftlichen Unternehmungen iſt, eine zeitige Tauglichkeit zum Maͤſten aber vornehmlich in der Herefordſhireſchen Raſſe und der Kurzhoͤrnigen eintritt, ſo ſcheint es allerdings der Klugheit angemeſſen, nur Thiere dieſer Raſſen zur Maſtung aufzukaufen. Dagegen iſt jedoch in Anſchlag zu bringen, daß dieſelben große Quantitaͤten von Heu, Oelkuchen oder anderm aͤhnlichen nahrhaften Futter verlangen, ein kleines hochlaͤndiſches Rind aber mit Gras und Turnips ſich maͤſten laͤßt, daß ferner ein vier Jahr altes Thier doch wohl ein mehr mit Fett durchwachſenes, ſaftigeres und wohlſchmeckenderes Fleiſch liefert, als ein zweijaͤhriges, noch im Wachsthum begriffenes, wie auch der Unterſchied im Preiſe auf dem Markte zu Smithfield beweiſen moͤchte. Denen, die Vieh im Stalle maͤſten, kann man uͤbrigens gewiß nicht ernſtlich genug empfehlen, nur ſolches zu kaufen, das ein gut dazu geeignetes Gebaͤude und die feinſten Formen beſitzt, denn dies verzehrt verhaͤltnißmaͤßig das wenigſte Futter und wirft bei dem Maͤſten den groͤßten Gewinn ab.

Nachdem das Vieh eingekauft iſt, verdient deſſen Behand⸗ lung die naͤchſte Beruͤckſichtigung; denn von ihr haͤngt der Erfolg der Stallmaſtung faſt in eben ſo hohem Grade ab, wie von der Menge und Guͤte ihres Futters. Wer da glaubt, es genuͤge, den Thieren vollauf Futter zu geben, ohne die Art und Weiſe, wie und wenn dieſes geſchieht zu beachten, der wird ſich in ſeinen Erwartungen ſehr betrogen ſehen.

Das Erſte, worauf es dabei ankommt, iſt ein den Thieren angenehmer und bequemer Standort; ſie moͤgen nun blos in einem Schuppen oder in verſchloſſenen Staͤllen ſtehen, ſo muͤſſen ſie doch immer gegen die Unbilden der Witterung geſchuͤtzt ſein und eine maͤßige Waͤrme genießen. Die offenen Schuppen muͤſſen daher ziemlich tief, niedrig und ſtets reichlich mit trockener Streu ver⸗ ſehen ſein. Geſchloſſene Staͤlle verdienen jedoch nach unſrer Mei⸗ nung ſtets den Vorzug, wenn wir auch nicht dafuͤr ſind, das Vieh gar zu warm darin zu halten und einen maͤßigen Luftzug, der ihm geſund iſt, abzuſchließen. Auch dieſe Staͤlle muͤſſen ſtets reichlich geſtreut werden, ſei's mit Stroh, oder mit Sand oder