Teil eines Werkes 
2,2 (1840) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 2,2
Entstehung
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Winterſtallfuͤtterung des Rindviehs. 389

Zuſtand der Haut und des darunter befindlichen Fleiſches iſt dem⸗ nach ein Gegenſtand von groͤßter Wichtigkeit, den man nur mit der Hand erkennen kann. Es war daher auch die Meinung des großen Viehzuͤchters Culley, daß, bei der Beurtheilung des Viehs die Hand der zuverlaͤßigſte Richter ſei. Aber freilich kann ihr nur anhaltende Uebung das dazu erforderliche ſichere Gefuͤhl ver⸗ ſchaffen. Hat ſie es indeſſen einmal erlangt, dann gewaͤhrt die Unterſuchung der Haut auch die moͤglich groͤßte Sicherheit, weil mit einer guͤnſtigen Beſchaffenheit derſelben gewoͤhnlich auch an dere gute Eigenſchaften, Reinheit des Blutes, Maſtfaͤhigkeit ꝛc. verbunden ſind. Eine ſchwache, papierartige Haut mit duͤnnem, ſeidenartigen Haar iſt ein Zeichen von Schwaͤche, und deshalb eben ſo fehlerhaft, wie eine grobe, zaͤhe, mit hartem, kurzen Haar be deckte Haut, die immer einen ſchlechten Freſſer anzeigt.*) Herr James Dickſon gibt in ſeiner Abhandlung uͤber die wichtigſten Punkte bei der Beurtheilung des lebenden Viehs folgende Beſchrei bung einer wuͤnſchenswerthen Beſchaffenheit der Haut:ſie ſei ſtark, aber loſe, liege verſchiebbar gleichſam auf einer Lage von weichem Fett, gebe bei dem geringſten Drucke nach, ſpringe aber unter den Fingern wieder zuruͤck, wie ein Stuͤck Gemsleder, und ſei dicht mit glaͤnzendem weichen Haar bekleidet.

Der Anſatz des Fleiſches auf den verſchiedenen Theilen des Koͤrpers iſt ebenfalls bei der Beurtheilung des Viehs wohl zu beachten, weil dasſelbe auf den verſchiedenen Theilen auch von verſchiedener Guͤte iſt. Der Theil, welchen man in Edinburgh Rippenſtuͤck(Spare-rib) in London Vorder⸗ und MNittelrippe (fore and middlerib) nennt, die Lenden und der Ziemer liefern das feinſte Fleiſch, und folglich hat auch der Ochſe, welcher auf dieſen Theilen das meiſte Fleiſch traͤgt, den groͤßten Werth. Die Stelle, welche ſich am eheſten fett zeigt, iſt der Obertheil des Kreuzes, und da die Menge des dort ſich ablagernden Fleiſches und Fettes nicht ſelten außer allem Verhaͤltniß mit den auf an deren Stellen befindlichen iſt, ſo werden dadurch Unerfahrene haͤufig in Irrthum gefuͤhrt. Am ſßpaͤteſten zeigen ſich gewoͤhnlich die Schultern fleiſchig und fett, und man kann daher mit ziem licher Sicherheit annehmen, daß das Thier bald voͤllig ausgemaͤſtet

*) Ueber dieſe Eigenſchaften einer bei Maſtrindern wuͤnſchenswerthen Haut, hat ſchon Thaer in ſeiner engliſchen Landwirthſchaft B. 3. S. 670, nach Culley gruͤndlich geſprochen.