ieh ſon⸗ erde, am⸗ zwei leich uftes chen, rend nurx Mo⸗ ips bis die⸗ meß jeſer ge⸗ war
Von der Sommerſtallfuͤtterung des Rindviehs. 385
ſo gut, daß eine ſolche ichtzehn Monate alte Kalbe der Ayrſhire⸗ raſſe, welche geſchlachtet wurde, 55 Steine à 14 Pfund lebendes Gewicht hatte, ausgeſchlachtet gab ſie 31 Stein 9 Pfd. Fleiſch 2 9 3 Talg. 34 Stein 4 Pfd. Sie wurde bei einer Zuſammenkunft der Ackerbaugeſellſchaft zu Workington verzehrt und ihr Fleiſch von allen Anweſenden fuͤr vorzuͤglich ſchmackhaft erklaͤrt. Die von der Durhamraſſe waren noch groͤßer und wuͤrden ausgeſchlachtet bis 46 Stein gegeben haben. Ja man war der Meinung, daß es gar nicht ſchwer halten koͤnne, das Stuͤck von ihnen bis 60 Stein nach vollende— tem zweiten Jahr zu bringen. Jede von ihnen verzehrte taͤglich 6 Stein Turnips und ½ Stein Heu, ſo lange dieſes gefuͤttert wurde. Als nachher Stroh an deſſen Stelle trat nahm man ſich nicht mehr die Muͤhe des Wiegens. Zu vergeſſen iſt jedoch dabei nicht, daß ſie auch taͤglich ein Futter von in Dampf gekochter Spreu erhielten, deſſen Waͤrme die Gedeihlichkeit des Gruͤnfutters befoͤrdert haben mag.
Fuͤgen wir noch zu dieſen Nachweiſungen uͤber die Vorzuͤg⸗ lichkeit der Fuͤtterung mit gemaͤhetem Gruͤnfutter im Sommer, die Angabe John Sinclair's, daß bei dieſer Futterweiſe auf 17 Ackern Land ſo viel Rindvieh erhalten werden koͤnne, wie bei der Weide auf 50 Ackern,— ſo ſcheint dies ein wenig uͤbertrieben, dafuͤr moͤchte aber die von Herrn Brown auf Markle in Far⸗ mer's Magazin B. 6. S. 463 aufgeſtellte Behauptung, daß ein Klee⸗ und Raigrasfeld, zu Maͤhfutter benutzt, um die Haͤlfte mehr Vieh ernaͤhren koͤnne, als wenn es abgeweidet wird, mit der Wahrheit mehr uͤbereinſtimmen. Alle Thatſachen, die wir dar⸗ uͤber haben ſammeln koͤnnen, beſtaͤtigen dies, und es laͤßt ſich daher wohl als gemiß annehmen, daß namentlich auf ſtrengem Thonboden, der von Natur zu Turnips ſich nicht wohl eignet, die Sommerfuͤtterung auf dem Hofe mit gemaͤheten Wicken, Klee, Esparſette und Luzerne zu den groͤßten Verbeſſerungen des Wirth⸗ ſchaftsbetriebes zu rechnen ſei; denn es wird dabei nicht nur moͤg— lich, mehr Vieh von derſelben Flaͤche gut zu erhalten, ſondern uͤberdies auch mehr und beſſerer Duͤnger gewonnen, der wieder eine hoͤchſt wohlthaͤtige Ruͤckwirkung auf die Tragbarkeit des Bo⸗ dens haben muß. Ohne eine große Flaͤche immerwaͤhrende Weide iſt und eine kleine Menge von Vieh die Sommermonate hindurch
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