378 Dreiunddreißigſtes Kapitel. v
einen Viehart angehaucht und zuruͤckgelaſſen worden iſt, terunge
von einer andern gern gefreſſen wird. So ſind die Ruͤck⸗ thelli ſtaͤnde aus dem Pferdeſtall den Ochſen ein angenehmes Pild Futter, und die Schweine freſſen rein auf, was andere ff na Thiere zuruͤckgelaſſen haben. nnüſen,
2) Bei der Stallfuͤtterung wird ungleich mehr und beſſerer ftoung Miſt gewonnen. Die Maſſe der Exkremente, welche das ß ichd Vieh fallen laͤßt, iſt zwar bei ſeinem Weidegang eben ſo nan le groß, als wenn es auf dem Stalle gefuͤttert wird, aber es gmintun
geht dort faſt das Meiſte davon ungenutzt verloren, weil Bauenüt
die Luft ſie zum Theil austrocknet und es nicht moͤglich iſt, B
ſie mit Ausnahme der von den Schafen, gleichmaͤßig uͤber w du
die ganze Flaͤche zu vertheilen. Bei der Stallfuͤtterung da⸗ in knen gegen kommen die Exkremente zur vollen Benutzung, man d Tic
kann ſie ſammeln, ehe noch eine Verdunſtung ſtatt findet, ränein
ſie mit Streu gemengt auf einen Haufen bringen und dar⸗ un gei
aus einen vorzuͤglichen Duͤnger bereiten. Auch der Harn deem i kann in Gruben geſammelt und dadurch die Duͤngermaſſe Aphoem
ſehr vermehrt werden. Selbſt ohne Anwendung von Stroh M5
zur Streu hat man, nach einem Berichte der Landwirth⸗ deruts ſchaftsgeſellſchaft zu Workington, gefunden, daß ein auf dut
dem Stalle reichlich mit Gruͤnfutter genaͤhrtes Rind monat⸗ fhidern
lich eine Tonne Miſt liefert. Setzt man dieſem auf dem Pyeite Haufen oder der Miſtſtaͤtte, waͤhrend er noch im feuchten tun V Zuſtande ſich befindet, Sand, Straßenkoth, Grabenauswurf dnn G
und aͤhnliche Gegenſtaͤnde hinzu, ſo laͤßt ſich die Menge ad eines vortrefflichen Duͤngers noch ſehr vermehren. di din
3) Bei der Stallfuͤtterung werden die Beſchaͤdigungen an den Wäd Hecken durch das Vieh, ſo wie das Zertreten des Gras⸗ 3 dus landes durch daſſelbe bei naſſem Wetter gaͤnzlich vermieden; zaseh dieſes mehr gegen das Ungeziefer geſchuͤtzt und ihm, nament⸗ · Fahdd
lich dem Arbeitsvieh, der Vortheil groͤßerer Ruhe verſchafft, Laruff
denn es kann im Stalle ſeinen Bauch mit mehr Gemaͤch— ſihſ 1 lichkeit fuͤlen und ſich dann beſſer zum Schlaf hinlegen, diͤ
als auf der Weide. dend ſi Trotz dieſer unverkennbaren Vortheile haben in England zur ſinen ſch Zeit doch nur noch wenige der ausgezeichneten Landwirthe die unehme Stallfuͤtterung bei ſich eingefuͤhrt. Einige ſogar, die dies, ange⸗ dau und regt durch Herrn Curwens Anpreiſungen derſelben und durch die dat gem von mehren Landwirthſchaftsgeſellſchaften ausgegangenen Aufmun-. Kte
rnhenehn


