376 Dreiunddreißigſtes Kapitel. J zureizen, aber endlich verderben ſie ſolches gaͤnzlich und manche bm große Guͤter ſind durch die unverſtaͤndige Anwendung des Kalkes V 1, 3 ſo heruntergebracht worden, daß Jahre dazu gehoͤrt haben, ſie den m wieder in ihren fruͤheren Zuſtand zu verſetzen. Dies wuͤrde nie V 0, der Fall geweſen ſein, wenn es nicht an Vegetabilien zur Er⸗ 9 zeugung von Miſt, neben dem Kalk zu gebrauchen, gefehlt haͤtte. n
Eine gehoͤrige Beruͤckſichtigung dieſer Thatſachen ſollte jeden A vn Landwirth veranlaſſen, auf die Erzeugung nicht nur ſolcher Ge— ki waͤchſe zu denken, die ihm unmittelbar den groͤßten Gewinn ge— ihin m waͤhren, ſondern auch ſolcher, die dem Boden wieder am meiſten n und zuruͤckgeben. Die Erfahrung hat gelehrt, daß dies durch die Ein⸗ rterung fuͤhrung der Wechſelwirthſchaft am ſicherſten geſchehen koͤnne, und Lemuu daß dieſe daher, zumal auf den minder ſchweren Bodenarten, die Knbelangt Grundlage jeder guten Wirthſchaftsfuͤhrung, gleichſam durch die ntter u Noth geboten ſei. Es iſt indeſſen kaum zu leugnen, daß in af dr Großbritannien die Verwendung der zur Erhaltung des Viehs d Land angebauten Gewaͤchſe noch nicht vollkommen verſtanden werde; in Menge T Flandern und einem großen Theil von Deutſchland maͤht man AWanze die zu ſeiner Sommernahrung beſtimmten ab und gibt ſie ihm Salfüt gruͤn im Stalle, und dies ſcheint in vielen Faͤllen ungleich vor⸗ Stalfütte theilhafter, als das Weiden. Manche einſichtsvolle Landwirthe inmalen haben daher auch in Großbritannien dieſes Verfahren theilweis wehrt, u nachgeahmt; indeſſen iſt es doch erſt ſeit den Bemuͤhungen des Ale und juͤngſt verſtorbenen Hrn. Curwen und einiger anderer ausgezeich— nommen, neter Landwirthe etwas allgemeiner dafelbſt geworden. In Irland d war iſt die gruͤne Stallfuͤtterung im Sommer kaum bekannt, doch hat B. neuerdings Hr. Blacker, ein ſehr erfahrner iriſcher Wirthſchafts⸗ Fu verſtaͤndiger, in einer kleinen Schrift uͤber die Verbeſſerung und V g Bewirthſchaftung kleiner Guͤter dieſelbe ſehr warm empfohlen. der
Die Einwuͤrfe, welche man gegen die gruͤne Sommerſtall⸗ d fuͤtterung gewoͤhnlich macht, entſtehen aus der vorherrſchenden* 3 Idee, daß das Rindvieh ſich wohler befinde, wenn es ſich im 1 tr Freien ernaͤhre, als wenn es eingeſchloſſen werde, und daß das 8 Maͤhen und Hereinſchaffen des Futters zu viel Koſten verurſache, 1 die nur durch einen ſehr reichen Ertrag gedeckt werden koͤnnten. d Auch glaubt man vielfaͤltig, daß das mehrmalige Maͤhen einer ſi Wieſe, wenn man das Gras von ihr zum Gruͤnfutter auf dem 4 Stalle verwendet, nicht abweiden laͤßt, den Boden erſchoͤpfe. be Dies iſt aber ein Irrthum; denn dies erfolgt nie, wenn das r Gras vor der Bildung des Saamens gemaͤht wird und ſelbſt 3


