Teil eines Werkes 
2,2 (1840) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 2,2
Entstehung
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374 Zweiunddreißigſtes Kapitel. i i inen ſod zu Theil werden. Moͤge indeſſen der Hof mit Schuppen verſehen urhn ſein oder nicht, ſo ſollte er doch jederzeit durch Saͤulen und Riegel ſt dygen in mehre Abtheilungen gebracht werden, um die Thiere verſchie⸗ diſs du denen Alters und verſchiedener Staͤrke von einander trennen zu Aagathun köͤnnen. Auch muͤſſen ſie, zumal die Ochſen, hinlaͤnglichen Raum luttt ric haben; denn es ereignen ſich leicht Unfaͤlle, wenn ſie ſich ſtoßen je Fhi und draͤngen.*ghaltne In dieſen Strohhoͤfen bezweckt man gewoͤhnlich nur, das ſmki u Vieh in dem Zuſtande der Beleibtheit, den es auf der Weide er⸗ Lalſt langte, zu erhalten und zugleich das Stroh in Miſt zu verwan⸗ gnij m deln, es iſt daher ein ſehr uͤbliches Verfahren, das Futter der ne m Thiere blos auf Hafer⸗, Weizen⸗, Bohnen⸗ und Erbſenſtroh zu nt. beſchraͤnken, weder Heu, noch Turnips daneben zu geben. Boh⸗ nenſpreu iſt ein Leckerbiſſen fuͤr ſie und eben ſo die aus den Pferdeſtaͤllen kommende feuchte Streu, die deshalb taͤglich auf den Hof gebracht und daſelbſt ausgebreitet wird. Wenn ihnen dabei ein weiches warmes Lager bereitet, und das Dreſchen ſo eingerichtet wird, daß ihnen taͤglich friſches Stroh in die Raufen 4 geſteckt werden kann, ſo bleiben ſie allenfalls in ihrem Zuſtande; aber in den meiſten Faͤllen magern ſie in den Fruͤhlingsmonaten, wo das Stroh austrocknet und ſeine geringe Nahrungskraft vol⸗ lends einbuͤßt, ſo ab, daß vielleicht, wenn ſie nun auf die Weide kommen, mehr als ein Monat vergeht, ehe ſie wieder ihren vorigen Zuſtand erreichen; an eine Verbeſſerung deſſelben in dieſer Zeit Bic gar nicht zu denken iſt. Dazu kommt noch, daß bei dieſer Fuͤt gel terungsweiſe nur ein ſchlechter, kraftloſer Duͤnger gewonnen wird, agnd der nicht halb ſo wirkſam iſt, wie der von wohlgenaͤhrten Ochſen. deſehen Es iſt daher gewiß ſehr raͤthlich, dem Jungvieh eine Futterzulage all rie von Turnips zu geben, die man immer mehr verſtaͤrkt, je mehr nihend das Stroh an Naͤhrkraft verliert. Bis Lichtmeß ſind 30 Centner un in Turnips fuͤr 20 Stuͤck gewoͤhnlicher Groͤße eine hinreichende* in de Gabe taͤglich, nach Lichtmeß aber ſollte ſie, wenn es der Vorrath iige, erlaubt, bis auf 45 Centner geſteigert werden. Auf Guͤtern mit heſſcen ſtrengem Thonboden, wo die Turnips nicht gedeihen, haͤlt man und no freilich oft eine ſolche beſſere Fuͤtterung fuͤr zu koſtbar, wenn dißß g zumal das Heu einen hohen Preis hat. Hier ſollte man aber ſlumn ſtets einige Fuder duͤrren Klee dazu beſtimmen und davon jeden richern Morgen und jeden Abend etwas, mit Stroh zu Haͤckſel geſchnitten, fütung den Thieren vorlegen. Der beſſere Zuſtand, in den dieſe dadurch ſErchi

kommen und die groͤßere Guͤte des gewonnenen Miſtes bezahlen* Fſs