Teil eines Werkes 
2,2 (1840) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 2,2
Entstehung
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Von der Fuͤtterung des Rindviehs. 371

erſten Bandes geſagt worden iſt, und beſchraͤnken uns daher hier auf einige nachtraͤgliche Bemerkungen uͤber das Weiden, auf die Abwartung des Viehs auf dem Wirthſchaftshofe und auf eine Beſchreibung des Molkereiweſens.

Die Benutzung der Weide iſt verſchieden nach der Natur des Bodens und nach den Anſichten des Viehhalters. Dieſer muß zuvoͤrderſt ſowohl die Beſchaffenheit, als die Flaͤche ſeines Weide⸗ landes unterſuchen. Dies kann entweder natuͤrliche oder angeſaͤete Grasweide, geſunde Wieſe oder Marſchweide ſein, und demgemaͤß muß er das Vieh auswaͤhlen, naͤmlich ſolches, das darauf am beſten zu gedeihen verſpricht. Dabei darf auch das Alter und Geſchlecht der Thiere nicht uͤberſehen, und die alte Bemerkung, daß Kalben mehr Vortheil bringen, als junge Ochſen, nicht fuͤr nutzlos erachtet werden. Verſchnittene Kalben werden ſchneller fett, als Ochſen derſelben Raſſe, aber nicht ſo ſchwer; man ſchaͤtzt ſie jedoch dafuͤr hoͤher an Werth, und daher erlangen ſie auch, obgleich 45 Stein leichter, immer einen hoͤhern Preis*). Junge gelte Kuͤhe liefern ebenfalls vortreffliches Fleiſch und ſelbſt alte Kuͤhe, wenn ſie eben den Bullen angenommen haben und nicht gemolken werden, maͤſten ſich in der Regel leichter, als Ochſen gleichen Alters, geben aber minder gutes Fleiſch. Altes Vieh wird aber im Ganzen nie ſo ſchnell fett, wie junges.

Diejenigen Landwirthe, welche natuͤrliche Grasweide minderer Guͤte beſitzen, geben ſich mehr mit der Aufzucht des Viehs ab, und verkaufen daſſelbe jung und mager an ſolche, die beſſeres Land bewirthſchaften, und dadurch in den Stand geſetzt werden, es entweder auf der Weide, oder auf dem Stalle fett zu machen. Sind dieſelben nicht reichlich mit Land verſehen, ſo kaufen ſie erſt nach Michaelis das Jungvieh, halten es mit Stroh und Turnips

*) Eine geſunde kraͤftige dreijaͤhrige Kalbe der langhoͤrnigen Raſſe kann, blos mit Gras gemaͤſtet, 600 Pfund ſchwer werden, waͤhrend ein Ochſe mehr Gras frißt und dafuͤr in einem Jahre nicht ſo viel an Fleiſch zunimmt. Laͤßt man eine ſolche Kalbe im dritten Jahre kalben, dann ſechs Monate melken und nun erſt fett werden, ſo daß ſie in ihren vier Vierteln 600 Pfund Fleiſch gibt, dann liefert ſie in ihrem vierten Jahre an Nahrungsſtoff:

1) ein Kalb, das ſechs Wochen alt, wiegt 140 Pfund. 2) Käſe-......... 360 3) Fleiſch....... 600 Summa. 1100 Pfund. alſo weit mehr, als ein Ochſe gleichen Alters.

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