Teil eines Werkes 
2,1 (1840) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 2,1
Entstehung
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366 Einunddreißigſtes Kapitel.

kommt er dem weißen Wein aus Trauben poͤllig gleich, und ohne allen weiteren Zuſatz laͤßt ſich ein ſehr wohlſchmeckender Cham⸗ pagner aus ihm bereiten. Es iſt daher natuͤrlich, daß er in Englands Weinfabriken ſehr geſucht iſt, die faſt alle Arten von Traubenwein aus ihm bereiten. Uebrigens iſt der Birnenwein bei ſeiner Bereitung ekler, als der Apfelwein und mehr zum Verderben geneigt. Beide erfordern uͤbrigens auf gleiche Weiſe die hoͤchſt moͤgliche Reinlichkeit und gute friſche Keller, auch iſt der Gebrauch aller kupfernen und bleiernen Geraͤthe bei ihrer Be⸗ reitung auf das Sorgfaͤltigſte zu vermeiden.

Es iſt bis jetzt nur von Birnen⸗ und Aepfelanlagen geſpro⸗ chen worden, weil dieſe die geſuchteſten und werthvollſten Fruͤchte fuͤr den Landwirth hervorbringen. Es gibt aber in manchen Grafſchaften ſehr ausgedehnte Obſtgaͤrten, die ſowohl durch ihren Ertrag an den verſchiedenſten Obſtarten, als wie durch ihre Wei⸗ denutzung ſehr eintraͤglich werden. Dies iſt beſonders in Kent der Fall, wo der Boden, ein lockerer ſandiger Lehm, uͤberaus guͤnſtig dazu iſt, und man daher ausgedehnte Pflanzungen von Kirſchen, Pflaumen und Lampertsnuͤſſen bei den Landguͤtern fin⸗ det. Die eintraͤglichſten Obſtgaͤrten ſind jedoch die, in welchen

ſich alle Arten von Kern- und Steinobſtbaͤumen mit Strauch⸗

obſt vereinigt finden, und die nur deren Erziehung gewidmet ſind. Es gehoͤrt ein ſolcher freilich mehr zur Garten- als zur Landwirthſchaſt, und ſcheint deshalb fuͤr große Landguͤter nicht paſſend, es gibt jedoch mehre, die einige hundert Acker Land be⸗ ſitzen, und bei denen dennoch dergleichen Gaͤrten mit ziemlichem Vortheil unterhalten werden. Vorzuͤglich eignen ſie ſich indeſſen allerdings fuͤr kleine Guͤter und ſolche Perſonen, die ſich auf das Land zuruͤckziehen und denen ein ſo benutztes, keine Pferdearbeit beduͤrfendes Stuͤck Land eine geſunde Beſchaͤftigung neben einem nicht zu verachtenden Gewinn gewaͤhrt. In einem ſolchen Gar⸗ ten ſoll man nach der Vorſchrift eines ſehr erfahrenen Mannes, Herrn Mains, halb hochſtaͤmmige Aepfel- und Birnbaͤume in achtzehn Fuß von einander entfernten Reihen zwoͤlf Fuß weit auseinander pflanzen, und dazwiſchen, parallel mit ihnen Stachel⸗ Johannisbeer⸗ und Lambertsnußſtraͤucher, die nicht uͤber vier Fuß hoch werden duͤrfen. Vor der Reife zu Backwerk abgepfluͤckte Stachelbeeren rentiren beſſer, als zur voͤlligen Reife gekommene und ſind minder ſchwer zu verfahren. Ein ſolcher Garten wird

nicht und E kraut wohl! und di Fatoff gen Ge