358 Einunddreißigſtes Kapitel.
Gegenwaͤrtig aber findet man, daß die meiſten Apfelſorten doch am beſten in einem reichen tiefen Lehmboden gedeihen und darin am reichlichſten tragen, nur einige Sorten, z. B. der Stei⸗ riſche Apfel und der Goldpepin, beſonders der letzte, machen eine Ausnahme davon und ſind am tragbarſten auf einem warmen minder tiefen Boden uͤber einen Untergrund von Kalk oder Sand⸗ ſtein. Auch die beſten Birnenſorten lieben einen reichen Lehm. Geringere Sorten gedeihen indeſſen ſelbſt auf Land, das kaum Gras hervorbringt. In Cornwall findet man ſogar auf Boden, der nicht uͤber neun Zoll Tiefe und einen ſteifen gelben Thon zum Untergrunde hat, auf dem Ellern wachſen und kaum Pferde gehn koͤnnen, Apfelbaͤume, die hier kraͤftiger wachſen, als auf dem daneben liegenden beſſeren und trockneren Lande. Es iſt auch ge⸗ wiß, daß Grundſtuͤcke, die zu keiner andern Benutzung wohl faͤhig ſind, nicht ſelten mit geringen Koſten in einen tragbaren Obſtgarten ſich verwandeln laſſen. Dies gehoͤrt indeſſen zu den Ausnahmen und im Allgemeinen bleibt ſicherlich ein tiefer milder Lehmboden der tauglichſte zu einer ſolchen Anlage. Er braucht nicht ſtark geduͤngt zu werden, wenn er nur friſch, nicht durch Fruchtbau entkraͤftet und trocken genug iſt. Beſteht der Unter⸗ grund aus Grant oder Steinen, und kommen dieſe der Oberflaͤche nicht zu nahe, ſo iſt es beſſer, als wenn zaͤher, das Waſſer nicht durchlaſſender Thon unten liegt. Dann ſind wenigſtens klraͤftige Entwaͤſſerungen weſentlich nothwendig. Obſtanlagen koͤnnen uͤbri⸗ gens ohne beſondre Aufſicht zur Weide benutzt werden, gut iſt es aber, das Erdreich rund um die Baͤume, ohne die Wurzeln zu verletzen, von Zeit zu Zeit umzugraben, und etwas gute Garten⸗ erde oder wohlverrotteten Kuhmiſt daran zu bringen.
Hr. Towers ſagt in ſeinem Handbuch fuͤr Hausgaͤrtner in Bezug auf die Tiefe eines fuͤr Obſtbaͤume zu beſtimmenden Bo⸗ dens, daß achtzehn Zoll friſcher, milder und kraͤftiger Lehmboden,
ter den von ihm vollendeten Werken, erſchien zuerſt 1706, erhielt viel Bei⸗ fall und wurde lange Zeit als eine Nachahmung von Virgils Gedicht uͤber den Landbau betrachtet, das eine Vergleichung mit ſeinem Vorbild nicht zu ſcheuen brauche. Neuerer Zeit haben ſich indeſſen die Anſichten geaͤndert und Philips iſt ziemlich in Vergeſſenheit gerathen, obgleich nicht zu verkennen, daß die in dem genannten Lehrgedicht gegebenen Vorſchriften meiſtens genau und zuver⸗ laͤſſig ſind, und daſſelbe eine recht angenehme Unterhaltung gewaͤhrt.
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