Teil eines Werkes 
2,1 (1840) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 2,1
Entstehung
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334 Dreißigſtes Kapitel.

dann kann man ſie aber ihrem Schickſale ſelbſt uͤberlaſſen. Die aufrechten Stangen fuͤr den maͤnnlichen Hopfen werden wie ge⸗ woͤhnlich behandelt, man pflanzt ſie aber etwas außer der Reihe, um ſie immer erkennen zu koͤnnen.

Zufaͤlle und Krankheiten.

Die meiſten Zufaͤlle und Krankheiten, denen drr Hopfen ausgeſetzt iſt, entſtehen wohl hauptſaͤchlich in Folge ihm nachthei⸗ liger Witterung und es iſt eine ziemlich allgemein angenommene Meinung, daß Jahrgaͤnge, die anderen Pflanzen gerade recht zu⸗ ſagen, dem Hopfen unguͤnſtig ſeien. Am meiſten leidet er von den Blattlaͤuſen, dieſen raͤthſelhaften Inſekten, die ihn manchmal in zahlloſer Menge uͤberfallen, den Saft aus den Blaͤttern ſau⸗ gen und deren Zuſammenſchrumpfen, ja nicht ſelten das Verderb⸗ niß der ganzen Pflanzen zur Folge haben, wenn zumal auch zu⸗ gleich der Drahtwurm(die Larve des Saatſchnellkaͤfers Elater Segetis) an ihren Wurzeln nagt. Es gibt Beiſpiele, daß durch dieſe Angriffe der dritte Theil der Stoͤcke zerſtoͤrt worden iſt. Man hat wiederholt Verſuche gemacht, dieſe Beſchaͤdigungen zu verhuͤten, indem man auf der Windſeite der Hopfenanlagen ein bis zwei Tage Feuer unterhaͤlt und feuchtes Stroh, Farnkraut, Geniſte, vereint mit Schwefel und verdorbenem Tabak verbrennt, um durch den entſtehenden Rauch und Qualm das Ungeziefer von den Pflanzen zu vertreiben. Wenn dies auch nicht gelingt, ſo kann doch kein Nachtheil daraus entſtehen, im Gegentheil die dann ausgeſtreute Aſche die Inſektenlarven im Boden toͤdten. Ein unfehlbares Mittel iſt gegen dieſe Feinde noch nicht entdeckt worden, wohl aber findet man eine Menge Irrthuͤmer uͤber die Fortpflanzung der Inſekten und den von ihnen angerichteten Scha⸗ hen verbreitet*).

Der Schimmel und der Mehlthau bringen auf verſchiedenem

*) So ſagt man, daß die Sonnenkaͤfer(Himmelsſchäfchen, Coccinellen, im Engl. Lady-bird, Damenvogel genannt), dem Hopfen Schaden zufuͤgten, und doch findet gerade das Gegentheil ſtatt, indem ſie ſich von den ihm ſchaͤd⸗ lichen Blattlaͤuſen naͤhren. Manche Hopfenbauer ferner pflanzen Bohnen zwiſchen die Hopfenreihen in der Ueberzeugung, dadurch von dieſen die Blatt⸗ laͤuſe abzuziehn. Allein jedes Gewaͤchs hat ſeine eigne Art von dieſen Inſek⸗ ten, die blos auf ihm und auf keinem andern lebt, und ſo iſt denn auch die Bohnenblattlaus ſchwarz, die Hopfenblattlaus gruͤn.

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Von

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