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Krapp. Waid. Wau. 331
gepfluͤgt und in hohe Beete gelegt. Im Fruͤhjahre pfluͤge man wieder ſo tief, wie moͤglich und laſſe die Sohle der Furche noch mit dem Spaten vertiefen. Dann lege man das Land in Beete, wenn es an Feuchtigkeit leiden koͤnnte, wo nicht, ſo laſſe man es eben, und pflanze den Krapp in achtzehn Zoll entfernten Rei⸗ hen, die man mit einer Leine bezeichnet. Man mache zu dem Ende in zwoͤlfzolliger Entfernung kleine Loͤcher in die bezeichneten Linien und ſetze die Pflaͤnzlinge hinein, ſo wenig wie moͤglich von ihren Gruͤn mit Erde bedeckend. Man nehme die Pflaͤnzlinge mit moͤglichſt vielen Wurzeln, werfe ſie auf Haufen, doch ſo, daß ſie ſich nicht erhitzen, und ſetze ſie, wenn ſie verwelkt ſind vor dem Pflanzen in Waſſer.
Man pflanze nichts in die Zwiſchenraͤume zwiſchen den Rei— hen, ſondern beuge, wenn die Stengel austreiben, dieſe auf die Seite nieder und werfe Erde auf die Wurzeln von der Seite, wohin dieſes geſchieht, zu gleicher Zeit muͤſſen die Zwiſchenraͤume behackt und die einzeln ſtehenden Schoͤßlinge abgeſchnitten werden. Dadurch bekommen die Wurzeln eine groͤßere Dicke.
Der Krapp ſollte ſtets drei Jahre im Lande bleiben. Viele nehmen ihn ſchon im zweiten heraus, aber mit geringerm Vortheil. Die Schoͤßlinge des zweiten und dritten Jahres ſind die beſten zum Auspflanzen. Man nehme ſie im Fruͤhjahr ab, ſobald ſie etwa einen Zoll hoch uͤber der Erde ſind.
Im Herbſt, wenn die Stengel welken, haͤufele man Erde an die Reihen, um ſie vor Froſt zu ſchuͤtzen und im Fruͤhjahr be⸗ hacke und jaͤte man die Zwiſchenraͤume. Im Sommer lege man die Stengel wieder nieder und grabe die Zwiſchenraͤume gegen Michaelis um.
Den dritten Herbſt, wenn die Stengel welk ſind, mache man einen drei volle Fuß tiefen Graben neben der erſten Reihe, ſo dicht wie moͤglich an den Wurzeln hin, um die Erde, wenn man dieſe ausgraͤbt, hineinwerfen zu koͤnnen. Jedem Graͤber muͤſſen drei Hacker folgen, um die Wurzeln rein aus dem Lande herauszubringen und von der daran haͤngenden Erde zu befreien. Sie muͤſſen dann duͤnn ausgebreitet, nicht auf Haufen geworfen oder dem Regen ausgeſetzt werden. Beides ſchadet ihrer Farbe. Je eher ſie daher in das Trockenhaus kommen, deſto beſſer.
Das Trockenhaus muß gegen Naͤſſe wohl geſchuͤtz, dem freien Luftzug aber geoͤffnet ſein. Hier werden die Wurzeln auf Horden gebreitet, die in ſchicklicher Entfernung unter ſich uͤber einander


