Teil eines Werkes 
1 (1839) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 1
Entstehung
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Von der Verwandl. des Ackerl. in immerw. Weide od. Grasland. 635 tt Entt an eni ernde, von Unkraut reine Raſennarbe kann nur auf einem reichen,

kraͤftigen oder wohlgeduͤngten Boden durch eine vollſtaͤndige Som⸗ merbrache hergeſtellt werden, durch die man das Land nicht nur

daunin dh aufs Vollkommenſte von allen Unkraͤutern zu befreien, ſondern auch

9 Uhe aufs Außerſte zu pulvern ſucht. Die Ausſaat geſchieht dann am 1 ünaiih Beſten in der Mitte oder gegen Ende des Auguſt's fuͤr ſich allein, lit eimn und war man bei der Bearbeitung der Brache ſtreng, mit der nmaaner Duͤngung nicht ſparſam und in der Auswahl der Saamen um Dſanin emner ſichtig und gluͤcklich, dann uͤberſtehen die jungen Pflanzen nicht Kena, inde nur den Winter, ſondern treiben ſie auch im Fruͤhjahr ſo klaͤftig e Wiett, daß ſie kein Unkraut unter ſich aufkommen laſſen. Eine überduͤn⸗ de wrüſtmm gung mit irgend einem klaren Duͤnger oder Kompoſt ſollte jedoch eff ſiy ſ jedesmal im Maͤrz des naͤchſten Jahres aufgebracht und auf das eleidr inge. Sorgfaͤltigſte darauf vertheilt, auch jedes etwa erſcheinende Un⸗ n ohne lanal krautspflaͤnzchen mit der Hand ausgerauft werden. Die Koſten Hfimen. daſ werden durch dieſen Muͤhaufwand allerdings bedeutend vermehrt, rreffer, niti aber, wie in allen Angelegenheiten des Lebens, taugen beſonders kraͤuter on d in der Landwirthſchaft alle halben Muaßregeln nichts, und ſo darf en, und affde auch Niemand, der die Abſicht hat, ein Stuͤck Land auf mehre

Jahre zu Gras niederzulegen, Muͤhe und Koſten ſcheuen, daſſelbe t von Griſen in den moͤglich beſten Zuſtand zu verſetzen; denn ſonſt hat er ſpaͤ hnlich Geſte, terhin ungleich mehr Verluſt, als fuͤr den Augenblick durch ſeine luſte de Ein uͤbel angebrachte Sparſamkeit Gewinn. Iſt es moͤglich, den Boden inen Grrim d⸗ durch eine gute geduͤngte und behandelte Hackfrucht, vornehmlich rjunga Tionm Turnips, in dieſen Zuſtand zu verſetzen, dann kann man auch wohl in, un d w die Anſaat von Graslaͤndereien bis in das naͤchſte Fruͤhjahr verſchie⸗ mehr an Dun ben und mit Erfolg unter einer Sommerhalmfrucht vornehmen. igte Eied Die Grasſaamen ſollten ſtets mit dem von perennirendem rothen und weißen Klee vereinigt werden und zwar in verſchiede⸗ nen Verhaͤltniſſen, wie es die Eigenthuͤmlichkeit des Bodens verlangt; denn alle Graͤſer weichen hinſichtlich ihres Wuchſes von einander ab; einige treiben breite Blaͤtter und dichte Stoͤcke, an⸗ dere nicht, ihre Saamenreife tritt zu verſchiedenen Zeiten ein, Nahr⸗

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nderſezung, uli haftigkeit und Ertrag ſind nicht von allen gleich ꝛc. Verſucht reffmn Grrſuin man es, einen dichten Raſen durch die ſtarke Ausſaat einer einzi⸗ nitläte rann gen Grasart zu erzeugen, ſo wird zwar im erſten Jahre der Boden ſige vneieooon vielen Pflanzen dicht beſetzt ſein, viele davon werden aber bald genmcte e abſterben und dadurch leere Stellen entſtehen, die erſt nach und

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nach ſich wieder durch Pflanzen, welche aus dem von benachbar⸗ ten Wieſen herbeigeflogenen Saamen entſtehen, meiſtens aber mit I. 41

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