634 Drei und dreißigſtes Kapitel.
werden, je inniger wir uns bei der Auswahl der Saat an die Natur halten, d. h. dabei hauptſaͤchlich auf ſolche Gewaͤchſe Ruͤck⸗ ſicht nehmen, die dem Boden angemeſſen ſind.
Ein Jeder, der ein Stuͤck Land zu einer dauernden Weide oder Wieſe niederlegen will, ſollte daher die beſten Weide- und Wieſenpflanzen, ſo wie den einer jeden zuſagenden Boden und ihre Anforderungen in Bezug auf Schutz und Feuchtigkeit genau kennen. Iſt er mit dieſen Gegenſtaͤnden vertraut, dann muß er die Saa— men von den beſſeren in jedem Fall paſſenden Pflanzen entweder durch Ankauf von einem zuverlaͤſſigen Handelsgaͤrtner, oder durch Selbſtzucht oder durch das Abmaͤhen vorzuͤglicher Wieſenſtuͤcke zu verſchiedenen Zeiten immer dann, wenn einige der vorzuͤglicheren Graͤſer und Kraͤuter im Zuſtand der hoͤchſten Reife ſind,*) ſich zu verſchaffen ſuchen. Viele Landwirthe befolgen aber leider dieſe Vor⸗
ſchrift nicht, ſondern nehmen ihren Grasſaamen ohne Auswahl
von der Unterlage ihrer oder ihrer Nachbarn Feimen. Dies iſt ganz verkehrt, weil darunter nicht nur viel unreifer, nicht kei— mender, ſondern auch der Saamen vieler Unkraͤuter oder doch wenigſtens minder guter Wieſenpflanzen enthalten, und auf dieſe Weiſe nie eine gute Grasnarbe herzuſtellen iſt.
Das gewoͤhnliche Verfahren bei der Anſaat von Graͤſern ꝛc. iſt, ihren Saamen unter eine Halmfrucht, gewoͤhnlich Gerſte, zu ſaͤnn. Man beugt dadurch allerdings dem Verluſte des Ertrags von einem Jahr vor, aber hat doch am Ende keinen Gewinn da— von; denn durch das Reifen der Frucht wird den jungen Pflanzen Nahrung entzogen, und man muß dann ſpaͤterhin, um den dar⸗ aus entſtehenden Nachtheil wieder zu beſeitigen, mehr an Duͤnger und Arbeit aufwenden, als jene Ernte Gewinn brachte. Eine dau⸗
*) Das dabei zu beobachtende Verfahren iſt durch mehre deutſche land⸗ wirthſchaftliche Werke, ſchon durch Thaer's rationelle Landwirthſchaft, B. 2, §. 323, S. 234 der erſten Ausgabe, bei uns laͤngſt bekannt geworden, und bedurfte daher hier um ſo weniger einer neuen Auseinanderſetzung, weil es gegenwaͤrtig nicht mehr ſo ſchwer haͤlt, wie fruͤher, guten reifen Grasſaamen durch Kauf und Selbſtzucht ſich zu verſchaffen, indem man mit letzter vertrau⸗ ter worden iſt, dieſelbe eifriger betreibt und mehre zuverlaͤſſige Handelsgaͤrtner die Anſchaffung erleichtern. Es duͤrfte aber eine kuͤnſtlich gemachte Mengung der voͤllig reifen Saamen von verſchiedenen Graͤſern und Futterkraͤutern, nach beſtimmten Verhaͤltniſſen und mit umſichtiger Auswahl, zur Beſaamung eines neuen Graslandes ſtets vor jener natuͤrlichen den Vorzug verdienen.
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