Teil eines Werkes 
1 (1839) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 1
Entstehung
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über die Heubereitung. 627

Ehe man die Feimen auffuͤhrt, ſtreut man gewoͤhnlich zuvoͤr⸗ derſt auf die Unterlage eine Schicht Stoppeln oder Stroh, breitet dann nach und nach das Heu, es immer feſttretend gleich- und regelmaͤßig daruͤber aus, und haͤlt dabei die Mitte etwas hoͤher, als die Seiten. Nachdem man ſie ſo einige Fuß hoch aufgefuͤhrt hat, macht man ſie mit jeder neuen Lage Heu etwas breiter, bis zur Hoͤhe, wo das Dach beginnen ſoll, ſo daß die Seiten etwas uͤberhaͤngen und ſo der Regen weniger eindringen koͤnne. Das Dach wird dann kegelfoͤrmig ziemlich hoch aufgeſetzt. Dieſer Theil der Arbeit erfordert die meiſte Sorgfalt und Übung. Iſt der Bau vollendet, dann zieht man die herausragenden Halme und Binſen mit der Hand heraus, damit die Feime recht glatt von außen er⸗ ſcheine. Hierauf laͤßt man ſie einige Tage ſich ſetzen und hernach ordentlich mit Weizen, oder Roggenſtroh bedachen. Dabei iſt je⸗ doch darauf zu ſehen, daß kein naſſes Stroh genommen werde, weil ſonſt das Heu ein paar Zoll tief dadurch an Guͤte verliert. Der gewoͤhnliche Lohn fuͤr das Errichten einer Feime von 100 Quadratfuß Umfang iſt 1 Pfd. Sterl. bis 1 Pfd. 3 Shilling. Kleine Feimen koſten im Verhaͤltniß mehr. Eine Feime, die un gefaͤhr vierzig Fuder Heu haͤlt, erfordert zum Decken zwei Fuder Stroh, eine kleinere verhaͤltnißmaͤßig mehr.

Nicht ſelten werven kleine Feimen auch ganz rund angelegt; dieſe laſſen weniger Waſſer durch das Dach und erfordern zu die ſem weniger Stroh.

Manche Landwirthe ſuchen ihren Feimen Luft zuzufuͤhren, in dem ſie in deren Innern Roͤhren anbringen, durch welche das Er⸗ waͤrmen und Verderben des Heu's vermieden werden ſoll, indem ſie den warmen durch Gaͤhrung erzeugten Dunſt ableiten. Es gibt mehre Arten, dieſe Roͤhren zu verfertigen: entweder ſind es aus Bretern zuſammengeſetzte, an allen Seiten mit vielen Loͤchern durchbohrte viereckige Kaͤſten oder aus Latten zuſammengenagelte Roͤhren, die man in der Mitte der Feimen aufrichtet und um die man das Heu legt, oder man nimmt einen mit Stroh dicht aus⸗ geſtopften Sack, an den man einen Strick bindet, und der bei dem Beginn des Feimenerrichtens aufrecht hingeſtellt wird. Man tritt nun das Heu rund um ihn feſt, und ſo wie er ziemlich verſchuͤttet iſt, wird er an dem Strick ein wenig in die Hoͤhe gezogen, um das Werk in der Weiſe fortzuſetzen; ſo faͤhrt man fort, bis die Feime beendigt iſt. Die Vortheile, welche dadurch erlangt werden ſollen, gehen durch den Nachtheil verloren, der daraus entſteht,