Teil eines Werkes 
1 (1839) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 1
Entstehung
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626 Zwei und dreißigſtes Kapitel.

man die Pferde um, die Ringe kommen dadurch an das andere Ende der Staͤbe, die Schleife wird ſo zuruͤckgezogen, laͤßt ihre Ladung zuruͤck und iſt nun geſchickt, eine neue aufzunehmen. Die⸗ ſes Werkzeug iſt ſehr einfach und wenig koſtbar; denn es koſtet kaum 50 Shilling; bringt man uͤberdies noch an jeder Seite eine Reihe von Zinken an, ſo kann es zugleich als Rechen dienen.

Auf manchen abhaͤngigen und kleinen Wieſenkoppeln gebraucht man auch in Derbyſhire zum Fortbringen des Heu's Stangen, die man unter die Haufen ſteckt und auf denen man ſie wie eine Saͤnfte forttraͤgt.

Heufeimen.

Bei dem Aufbewahren des Heu's in Feimen iſt große Sorg falt noͤthig; denn wenn es nicht gehoͤrig trocken iſt, geht es leicht in Gaͤhrung uͤber, kann es ſogar ſich entzuͤnden. Die Heufeimen werden gewoͤhnlich laͤnglich gemacht, weil ſich dann von ihnen das Heu leichter in viereckigen Stuͤcken abſtechen laͤßt, als wenn ſie rund ſind. Der Grund, auf dem man ſie errichtet, ſollte von Steinen und hartem Moͤrtel oder Kreide aufgefuͤhrt werden, um das Untere vor Feuchtigkeit zu bewahren; will man dieſes nicht, ſo macht man ein Geruͤſte von ſtarkem unbehauenem Zimmerholz in der Groͤße des Feimens, das man mit Reißbuͤſcheln oder Ge⸗ niſte ausfuͤllt und mit Horden oder Flechten belegt. Jenes iſt je doch vorzuziehen, weil es die Ratten abhaͤlt; oft wird indeſſen gar nur eine fluͤchtige Unterlage von Reißholz und Scheiten gemacht. Die Groͤße der Feimen haͤngt ſowohl von der Menge des aufzu bewahrenden Futters, als auch von der Anſicht des Wirthſchafters ab. Die von maͤßiger Groͤße d. h. etwa 30 Fuß lang, unten 12 Fuß breit und 9 10 Fuß bis zu dem Dach hoch, nehmen ſich am beſten aus, ſind dem Erhitzen weniger ausgeſetzt, und faſſen gegen 20 Fuder. Die meiſten Landwirthe geben jedoch denen von doppelter Groͤße den Vorzug, weil ihre Bedeckung weniger koſtet, und ſie im Verhaͤltniß zum Ganzen eine geringere Oberflaͤche der Luft darbieten. Das außenbefindliche Heu wird immer ſtaubig und unſcheinbarer, als das im Innern. Die Feimen ſollten ſtets in einer Entfernung von 1012 Fuß parallel nebeneinander ſte⸗ hen, damit man mit den Wagen bequem dazwiſchen hinfahren und die Luft ſie von allen Seiten frei beſtreichen koͤnne. Auch ſollten ſie ſtets bedacht werden, um ſie gegen Feuchtigkeit zu ſchuͤtzen.

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