Teil eines Werkes 
1 (1839) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 1
Entstehung
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4 Einleitung.

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woraus die ſchlimmſten Leidenſchaften der Menſchen entſpringen; und es kann nicht fehlen, daß die fortwaͤhrende Beobachtung der Wohlthaten, welche die guͤtige, fuͤr alle ihre Geſchoͤpfe liebend

ſorgende Natur ausſtreut, ihm tief jene Herzensreligion einpraͤgen 3 9 muͤſſe, die in der Überzeugung von einer allmaͤchtigen und allgů⸗ dei tigen Vorſehung und in dem Vertrauen auf ſelbige beſteht. m Nichts dient mehr dazu, das Gemuͤth zu erweitern und den inmn Kreis unſerer geiſtigen Genuͤſſe zu vergroͤßern, als die Betrach⸗ gIü tung der Okonomie der Natur, und fuͤr Diejenigen, welche das laiſ Schickſal der Geldſorgen uͤberhoben hat, und die den wahren rudan Werth einer geiſtvollen Unterhaltung erkennen, bietet das Stu⸗ lle dium der Landwirthſchaft eine unerſchoͤpfliche Quelle von Vergnuͤ⸗ 30 d gen und Belehrung dar. Dieſelben Gegenſtaͤnde ſtellen ſich, von radn verſchiedenen Geſichtspunkten aus betrachtet, unter unendlich ver⸗ nütn ſchiedenen Geſtalten dar, und der geringſte Vorrath bereits erwor⸗ beniſe bener Kenntniſſe kann, von einiger Fertigkeit im Beobachten und d g Forſchen unterſtuͤtzt, uͤberaus vortheilhaft zur Feſtſtellung bisher lt Au unbekannter oder noch nicht aufgezeichneter Thatſachen und zur d Ra Aufklaͤrung einer Wiſſenſchaft benutzt werden, die, ſo ſorgfaͤltig dn i ſie auch erforſcht worden iſt, noch immer ein weites Feld fuͤr d d die Unterſuchung darbietet; iſt auch kein materieller Gewinn da hale mit verbunden, ſo wird doch die Beſchaͤftigung des Geiſtes mit. niin dem Aufſuchen einer neuen Verbeſſerung oder deren Vervollkomm⸗ Eutn nung reichlich belohnt durch den reinſten Genuß. Sehr richtig dis ei bemerkt Humphry Davy, daß das haͤufige Mißlingen von it lij Verſuchen, ſelbſt wenn ſie nach den gelaͤutertſten theoretiſchen nord, Begriffen angeſtellt werden, keineswegs das Unnuͤtze derſelben be ümiſe weiſe; ein einziges gluͤckliches Reſultat, das zu einer Hauptver⸗ tn Sir beſſerung des Ackerbaubetriebs beitragen kann, iſt die Arbeit eines dgelcſte ganzen Lebens werth, und jeder mißlungene Verſuch muß, richtig gät gen beobachtet, eine Wahrheit feſtſtellen, oder zur Entfernung eines rurde d Vorurtheils beitragen. tffan, 9 Die Grundſaͤtze der Gartenkunſt und des Ackerbaues ſind ſht Nen beinahe dieſelben; beide richten ihr Streben auf die Erziehung Niund a von Pflanzenprodukten, und der einzige weſentliche Unterſchied, der din eite zwiſchen ihnen ſtatt findet, beruht darauf, daß erſtere einen wei⸗ nit Gew tern Wirkungskreis hat, indem ſie, von künſtlicher Waͤrme unter⸗ de mr ſtuͤtzt, mit der ganzen Pflanzenwelt ſich befaßt und mehr kleinliche ſit ihe und wiſſenſchaftliche Anordnungen, ſo wie eine groͤßere Aufmerkſam⸗ ſeufd keit erfordert; waͤhrend der andere auf groͤßeren Flaͤchen betrieben Sii

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