Teil eines Werkes 
1 (1839) Darstellung der Landwirthschaft Grossbritanniens in ihrem gegenwaertigen Zustande. 1
Entstehung
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Vorrede des deutſchen Bearbeiters. IV

und ſind meiſtens verpachtet, nur wenige werden von ihren Beſitzern ſelbſt bewirthſchaftet. Daher iſt es gekommen, daß man in England einen Jeden, der Landwirthſchaft be⸗ treibt, er ſei Eigner oder Pachter, Farmer(Pachter), eine jede Wirthſchaft Farm(Pachtgut) nennt. Bei uns in Deutſchland, wo in dieſer Hinſicht ganz andere, wohl gluͤcklichere Verhaͤltniſſe ſtatt finden, wuͤrde es nun zu einem Mangel an Deutlichkeit, wohl gar zu Mißverſtaͤnd⸗ niſſen Veranlaſſung geben, wenn man jene Woͤrter immer gleichmaͤßig, ihrer urſpruͤnglichen Bedeutung nach uͤberſetzen wollte; denn bald heißt Farmer durchaus nur das, was wir nach unſerm Sprachgebrauch geradehinLandwirth nennen, bald wird mit Beſtimmtheit nur ein wirklicher Pachter darunter verſtanden und es erfolgt daraus die Nothwendigkeit, dieſes Wort ſtets nach ſeinem jedesmali gen Sinn im Deutſchen wiederzugeben. Dies iſt auch im vorliegenden Werke meiſtentheils geſchehen; Anfangs beab⸗ ſichtigte jedoch der Unterzeichnete, das engliſche Wort, das gegenwaͤrtig in Deutſchland allgemein bekannt iſt, beſtaͤn dig unveraͤndert beizubehalten und es dem Leſer zu uͤber- laſſen, in welcher Bedeutung er den Farmer und den Farm nehmen wolle. Es ſchien ihm ſolches das Einfachſte zu ſein;z allein die dadurch entſtehende gar zu vielmalige Wiederkehr auslaͤndiſcher Woͤrter in einem deutſchen Buche, die immer etwas Widerliches hat, hielt ihn davon ab, und er ſuchte daher jene engliſchen Woͤrter nach ihrem je desmaligen Sinn durch unſere weit beſtimmteren und be⸗

zeichneteren deutſchen Ausdruͤcke zu erſetzen; es gab jedoch

Faͤlle, wo er ſich dennoch bewogen ſah, ſie beizubehalten, naͤmlich da, wo nicht entſchieden eine ihrer Bedeutungen