Druckschrift 
Abbildung und Beschreibung eines neu erfundenen, einfachen und wenig kostspieligen Brenn- und Destillir Apparats : durch welchen mit geringer Holz- oder Torffeuerung sogleich der reinste, völlig fuselfreie Spiritus und Branntwein gezogen wird und zugleich nicht nur das Maischwasser geschafft, und die Kartoffeln, sowohl zur Brennerei als zur ganzen Wirthschaft, ohne das Geschäft im mindesten zu stören, gekocht, sondern auch durch Dämpfe mehrere Zimmer erheitzt werden können, und überdies noch aus dem Nachlauf vorzüglich guter Essig zu gewinnen ist / von Ph. Just. Christoph Reitz
Entstehung
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17 um die Blase auszuspühlen und nach Ge⸗ fallen die Schlempe zu verdünnen. Fig. 6. a. Das große Kühlfaß, mit Schlange und Wolf, im Durchschnitt. b. Die Wasserblase. c. Das Dampfrohr, wodurch die Dämpfe in d. das Gefäß, worin die Kartoffeln gekocht werden, geleitet wird. Nach dieser etwas weitläufig gewordenen Be⸗ schreibung der einzelnen Theile des Brenn⸗Apparats, finde ich es nun nöthig, auch den Gebrauch desselben, so deutlich als möglich, zu beschreiben und fange diese Beschreibung so an, als ob die Brennerei zum erstenmal in Gang gebracht werden soll. Ehe die Maischblase gefüllt werden kann, muß man reifen Maisch haben, daher kann wäh⸗ rend der Versiegelung der Maischblase, schon drei Tage vor der Entsiegelung, das Maischen angefan gen werden. Man füllt in dieser Absicht die Maischblase sowohl als die Wasserblase mit Was⸗ ser, setzt das Faß d, Tab. II. Fig. 6, auf die in Fig. 4 E bezeichnete Stelle, schiebt das blecherne B