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Deutscher Kaffee und Zucker : oder die Cultur des Astragalus baeticus (der sogenannten schwedischen Kaffee-Wicke) und wie diese mit Vortheil als Kaffee-Surrogat angewendet werden muß ; nebst einer Anweisung wie man auf eine höchst einfache und sehr wenig kostende Weise Zucker aus Kartoffeln mit vielem Nutzen ziehen kann ; als Erwerbsquelle für Gutsbesitzer, Kaufleute, Oekonomen, und bürgerliche Haushaltungen überhaupt / von B. Rolow
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auf jedes Pfund Wasser 2 Loth Schwefelsäure, und wartet, bis dieses Gemisch in's Kochen kommt. Sobald dieses geschehen ist, trägt man die vorher mit Wasser zu gleichem Ge wichte vermischte Kartoffelstärke bei ziemlich kleinen Portionen von 4 bis 6 Pfund in die verdünnte Schwefelsäure, rührt in derselben so lange mit einem hölzernen Rührscheite her um, bis sich die Stärke, die sich im Anfange aufbläht, wieder setzt; und fährt so fort, bis alles verarbeitet ist. Will man z. B. 100 Pfund Stärke zu Zucker anwenden, so bringt man 200 Pfund Wasser und 15 Loth Schwe felsäure in das Kochfaß, vermischt die 100 Pfund Stärke mit eben so viel Wasser, wel ches man, sobald die mit dem Wasser ver dünnte Schwefelsäure kocht, nach und nach in dieselbe schüttet, bis alles zu einer dünnen Flüssigkeit umgewandelt ist; in welchem Zu stande man alles fernere Umrühren unterlassen kann, und es nur beständig im Kochen erhal ten muß, bis dieses wo möglich 10 bis 14 Stunden ununterbrochen fort gedauert; in wel cher Zeit der Stärkezucker sich gebildet hat.

Muß während der zum Kochen nöthigen Zeit etwa Wasser in den Dampfkessel gefüllt werden, so wird der auf dem Rohre befind liche Hahn aufgedreht, welches nie vergessen