—
46
schmack, und müssen, wenn dieser vermindert werden soll, nothwendig hinweg geschafft wer— den. Dieses zu bezwecken, schneidet man
vermittelst eines Messers alles Unreine weg,
wäscht dieses nochmals aus, und läßt es aber— mals durch das Sieb laufen, wodurch alles zum größten Theile entfernt wird.
Die Stärke zu trocknen ist es ein Haupt— erforderniß, daß dieses Geschäft so schnell als möglich geht, um dadurch nicht an andern Arbeiten gehindert zu werden. Wollte man dieses Trocknen blos durch die Luft veranstal— ten, so würde es nicht allein sehr lange auf— halten, sondern auch viele Arbeit verurfachen: da gewöhnlich in der Jahreszeit, welche sich zum Stärkebereiten am besten qualificirt, nasse oder kalte Witterung sehr häufig sich einstellt,
und daher oftmals das Trocknen unmöglich
machen würde. Es ist daher sehr gut, wenn man sich zu diesem Behufe eines Trockenofens oder auch eines gewöhnlichen Obsttrockenofens bedient, und die nasse Stärke auf, mit grober Leinwand belegte, Horten von Weiden oder Stuhlrohr legt, wo man sie in 24 Stunden bei auch nur gelinder Wärme vollkommen aus— trocknen kann. Will aber Jemand den Stärke— zucker als Fabrikat bereiten, so kann er sich noch weit weniger kostender Vorrichtungen bedienen, wovon später die Rede seyn wird.


