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Deutscher Kaffee und Zucker : oder die Cultur des Astragalus baeticus (der sogenannten schwedischen Kaffee-Wicke) und wie diese mit Vortheil als Kaffee-Surrogat angewendet werden muß ; nebst einer Anweisung wie man auf eine höchst einfache und sehr wenig kostende Weise Zucker aus Kartoffeln mit vielem Nutzen ziehen kann ; als Erwerbsquelle für Gutsbesitzer, Kaufleute, Oekonomen, und bürgerliche Haushaltungen überhaupt / von B. Rolow
Entstehung
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sondern diese Nachlässigkeit oder etwaige Er⸗ sparung einiger wenigen Kosten würde bei der

Ernte außerordentlich vielen Nachtheil bringen,

da es bei der Arbeit ungemein aufhält, und die Ernte selbst höchst beschwerlich macht, wenn man jede Schote an der Erde weg nehmen

muß. Man thut daher unfehlbar sehr wohl, diese, im Verhältnisse zum Schaden, den die

Ersparniß bringt, nöthigen Kosten anzuwen den, da sie reichlich vergütet werden.

In diesen wenigen Beobachtungen besteht die ganze Kunst der Astragalus-Cultur, die

man, wenn Gelegenheit da ist, armen Kin

dern oder auch alten hülflosen, zu schweren Arbeiten unfähigen, Frauenspersonen übertra gen kann.

Das Einernten war bisher eine Arbeit, die manchen Garten- oder Landinhaber das Erziehen des Astragalus außerordentlich be schwerlich machte, da dieses gemeiniglich mit sehr viel Umständen verknüpft ist. Jedermann, der sich mit dem Anbaue von Astragalus be⸗ schäftigt hat, wird wissen, daß die Schoten, in denen die Wicke sich befindet, nur sehr un gleich reifen, und wenn man nicht gehörig

Acht geben läßt und stets diejenigen ab macht,

welche reif sind, diese von selbst abfallen und bei feuchtem Wetter schon in einigen Tagen auswachsen. Könnte man eine allgemeine

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