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Deutscher Kaffee und Zucker : oder die Cultur des Astragalus baeticus (der sogenannten schwedischen Kaffee-Wicke) und wie diese mit Vortheil als Kaffee-Surrogat angewendet werden muß ; nebst einer Anweisung wie man auf eine höchst einfache und sehr wenig kostende Weise Zucker aus Kartoffeln mit vielem Nutzen ziehen kann ; als Erwerbsquelle für Gutsbesitzer, Kaufleute, Oekonomen, und bürgerliche Haushaltungen überhaupt / von B. Rolow
Entstehung
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Ob nun gleich die Wicke größtentheils in allem Erdboden fort kömmt, so gedeihet sie dennoch am schönsten in kalkartigem Erdreiche, unter dem ich solches verstehe, das mit Kalk erde oder Kalkschiefer vermischt ist; es versteht sich indessen schon von selbst, daß diese Steine nicht etwan in einer über großen Menge vor handen sind, so daß sie das Bearbeiten des Landes verhinderten.

Hat man jedoch dieses Erdreich nicht, so thut auch schon jeder andere Boden ebenwohl, wenn auch nicht mit demselben Vortheile, die Dienste, die Kaffee-Wicke anpflanzen zu können: nur ist sehr nothwendig zu bemerken, daß das Land nie zu fett seyn darf; sie gedeiht zwar auf gut gedüngtem Gartenlande ganz vorzüglich, allein die Ernte wird demungeachtet nur in ganz außerordentlichen Fällen um etwas reich licher werden, als die auf einem magern Stück Lande. Die Stöcke werden auf Garten- und anderem fett gedüngten Lande 2 auch 3 Fuß 1915 die Aeste, welche dicht über der Wurzel

der Pflanze austreiben, werden durch die Frucht zu schwer, und legen sich so jedesmal zur Erde. Hierdurch verliert man oftmals mehr, als die Hälfte der Ernte, und die Wicken, welche man erhält, sind zum größten Theile unschein⸗ bar. Bei nassem Wekter und wenn die Scha⸗ len noch nicht reif sind, faulen ste äußerst

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