Druckschrift 
Deutscher Kaffee und Zucker : oder die Cultur des Astragalus baeticus (der sogenannten schwedischen Kaffee-Wicke) und wie diese mit Vortheil als Kaffee-Surrogat angewendet werden muß ; nebst einer Anweisung wie man auf eine höchst einfache und sehr wenig kostende Weise Zucker aus Kartoffeln mit vielem Nutzen ziehen kann ; als Erwerbsquelle für Gutsbesitzer, Kaufleute, Oekonomen, und bürgerliche Haushaltungen überhaupt / von B. Rolow
Entstehung
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Der Astragalus(an vielen Orten auch unter dem Namen der schwedischen Kaffee-Wicke besser bekannt) wächst in der Gegend von Longuedoc in Frankreich wild, und war der dort wohnenden ärmern Volksklasse schon seit lange her der Stellvertreter des Kaffee's; end lich folgten mehrere angesehene Familien den Beispielen ihrer ärmeren Mitbürger, der Zu fall brachte sie nach Schweden, wo sie mehr geschätzt wurde, und von da aus erhielten wir, so viel es mir bekannt ist, im Jahre 1817 die ersten nach Deutschland.

Einigen Unbequemlichkeiten abgerechnet, denen, wie dieses Werkchen genügend zeigen wird, sehr bald abgeholfen werden kann, eig net sich auch in der That nichts besser, als der Astragalus zum Stellvertreter des indi schen Kaffee's; er kommt in fast jedem Boden und unter allen nur einigermaßen gemäßigten Klimata's fort, wovon uns der Anbau in Schweden wohl den kräftigsten Beweis liefert: da, nach glaubwürdigen Augenzeugen, selbst in den nördlich gelegenen Gegenden dieses ohnedem schon rauhen Landes die Kaffee- Wicke dennoch mit Vortheil angepflanzt wurde.

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