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möglichst genau zu wissen wünschte, eintreten. In solchem Falle, wo das zu messende Ob- jekt also nicht senkrecht auf dem Boden stünde, kann man auf zwei verschiedene Arten ver- fahren, als:
1) Man fälle nach dem Augenmaaße, von der Spiße des Baumes auf die Erde, einen Perpendikel, und bemerke den Punkt, in welchem der im Gedanken gefällte Perpendi- fel die Erde berührt, mit einem Stäbchen, oder sonstigen Zeichen, wie z. B. Fig. DT, die Linie a b der im Gedanken gefällte Perpendikel sey, und a der Punkt auf der Erde, in welchem derselbe solche berührt. Hierauf suche mon mit dem Instrumente die Höhe des Perpendifels a b, ganz nah der Anweisung im Vorhergehenden, und messe, nachdem man dieselbe in Fußen, Zollen und Linien gefunden hat, mit demsel- ben Maaße auch die Linie von dem auf. der Erde bezeichneten Punkte a, bis zu dem Fuße des Baumes c, also ac; wist bo=V(ab?+ ac?), Geseßt, man habe die Höhe ba= 16' für ac= 12" gefunden, so ist b c, oder die Länge des Bau- mes= 7/(16?+ 122)= V(256-+ 144)= V 400= 20 Fuß. Daß hier eine horizontale Ebene, auf welcher der Baum steht, vorausgeseßt wird, ist wohl von selbst klar. Da dieses aber nicht immer der Fall ist, das Verfahren für jemanden, der in der Ausziehung der Quadratwurzel nicht geübt, sehr umständlich ist, so ist ohne allen Zweifel die folgende Methode für den praktischen Forst- und Landmann. ungleich zwe>- mäßiger.
2) Man bringe das Instrument näch dem Augenmaaße so genau als möglich in dieselbe gesenkte Lage, in welcher der Baum, oder überhaupt das zu messende Objekt steht, und verfahre alsdann eben so, als ob lekßteres senkrecht stünde,
Sollten aber die zu messenden Bäume nicht nur schief auf dem Boden stehen, sondern auch eine Menge von Krümmungen haben, oder krumm gewachsen seyn, denno< aber ver“ langt werden, daß der Hauptstamm seiner wahren Länge nach angegeben werden solle, so verfahre man folgendermaßen;
Es soll 3. B. Fig, UV die Länge des krummen Stammes von a bis b angegeben wer- den. Zu diesem Behufe theile man den ganzen Baum seiner Länge nach in so viel Theile, als er bedeutende Krümmungen hat, also ae, ed, de und cb. Man kann, ohne merk- lich zu fehlen, diese StüFe als gerade annehmen. Hierauf fälle man so genau wie möglich, mit Hülfe eines Senkels, aus jedem Krümmungspunkte einen Porpendikel auf die Erde, wie ef, bg, dh, ci, und bemerke die Punkte f g hi mit irgend einem Zeihen. Man messe mit Hülfe des Instrumentes, nach der vorhergehenden Anweisung, die Höhen ef, bg, dh und ci, und zeichne sich dieselben auf. Zieht man nun die für ef gefundene Höhe von der, die man für d'h gefunden hat, ab, so erhält man die Höhe d k, und da ef und kh beide senfreht auf dem Boden stehen, folglich beide parallel sizid, so ist auch


