... XV ende
Ist man bei Bestellung der Felder an einem geseßlichen Herkommen ge- bunden; so läßt sich die Fuderzahl des Düngers nach der in Morgen bekannten Fläche, die. jährlich gedüngt werden muß, bald finden, und es bleibt dann die Frage nur noch übrig: ob und welcher Theil der Weide etwa noch zum AFer zu ziehen stehe?
Nehmen wir fürs erste den Fall an, daß keine Vermehrung des Akers aus der Weide Statt finden könne; so ist unten 6. 534. u. f. gezeigt worben, wie zur 3 und 4 jährigen Tracht gedüngt werden müsse. Auch läßt sich nach b. 320. ein roher Ueberschlag machen, wie viel Fuder Dünger von den vorgefundenen Viehbständen, bei der seitherigen Weidenuzung und Winterfutterung, zu gewär- tigen siehen. Ergiebt nun die Vergleichung jener Morgen- zu dieser Fuderzahl, daß die dasmalige Düngung. den Ertrag nicht bewirken könne, welchen man sonst von dem vorliegenden Aer, nach seiner innern Beschaffenheit und Lage er-
warten dürfte; so-ist auf. Mittel zu denken, wie man entweder den Vichstand
selbst, oder den Dünger von demselben vermehre und verbessere, und dies führt zu der Beantwortung des 3zten Abschnitts der oben aufgeworfenen Frage.
Das erste siehet auf verschiedene Weise möglich zu machen, nemlich dure Verbesserung der Weide, durch Herbeiziehung einer vielleicht überflüssigen Wiese, oder durch eine Art von Stallfutterung. Das leßte geschiehet durch Vermehrung des Sommer--und Winterfutters, das ist, durch zugepachtete Wie- sen, und Zehnten, durch Anlegung einer Brantewein- Brennerei, durch den Anbau von Futterfräutern und behackften Früchten 2c.
Die beiden ersten Mittel bleiben immer sehr precär und begründen den etwanigen neuen Culturplan nicht sicher geuug.- Die Dauer der übrigen stehet dagegen in der Willkühr des Cultivators, Sie seßen eine Aenderung in dem


