Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1805) Grundsätze und Anleitung zum Bonitiren, wie auch zu andern bei der Gemeinheitstheilung und den Veranschlagungs-Geschäften vorkommenden Arbeiten / von Johann Friedrich Meyer
Entstehung
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XIV
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XIV stande, genau zu beobachten, Gelegenheit gehabt, und davon richtige Notißen im Gedächtnisse zurück behalten hat; so glaube ich, daß ein solcher, der Wirthschaft übrigens hinlänglich kundiger, Taxator die in

Betreff der Bonitirung ihm vorzulegenden Fragen, gehdrig zu beant-;

ivorten, im Stande sey.

Dahingegen müssen seine Angaben sehr schwankend ausfallen, wenn

ihm jene'genaue Local-Kenntniß abgehet, und er die zur Beantwortung qusgestelleten Fragen bloß nach der Besichtigung der Oberfläche, oder nach dem dasmal zufälligen Ertrage, oder nach denjenigen Erkundigungen, die er an Ort und Stelle von andern einziehet, oder nach gewissen Aehnlich- keiten, die er zwischen diesem und einem andern ihm genau bekannten Bo den angenommen zu haben vermeinet, gutachtlich zu beantworten sich ge- trauet. Denn wie ähnlich auch die Ackerkrume und der einsiweilige Bestand zweier Felder, von welchen der Achtsmann das eine genau=- das andere aber, nur oberflächlich=- kennt, seyn mag; so folgt doch daraus noch keine beständige Gleichheit im Ertrage, weil dies die annoch unentschiede- nen Fälle voraussest, daß auch der Untergrund an beiden Orten von gleicher Beschaffenheit sey, und daß nicht etwa die bessere Lage, Bearbei- tung und Düngung von dem einen=- die größere Güte des Untergrundes von dem andern-- Felde, in Beziehung auf den decmaligen Ertrag, das Gleichgewicht gehalten habe. In diesem Falle schließt er irrig von dem

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