6 1. Von der Begattung der Pflanzen,
gründlich wiederlegt. Er hat gezeigt, daß der Saft der in die Aeſtgen getreten iſt, feinesweges wiedex zurücf tritt, ſon- dern durch die Ausdünſtung der Blätter verfliegt,
ß. 4.
. Wo alſo eine ſelbſtthätige Fortſchreitung der Säf- keiſt: da iſt'auch Leben. Nun hat aber dieſe Fortſchrei- fung bey den Gewächſen Statt;( voriger CG.) jedermann be- greift alſo, daß ſie leben. Aus vielen Umſtänden läßt ſich ſchlieſſen, daß'ſchon einige von den Alten das Leben der Pflan- zen geglaubt haben. Allein ſie gingen in der Sache zu weit, und eigneten den Pflanzen auch eine Seele zu; waren alſo da, wo ſie ſich am ſcharfſichtigten dünkten, mit offenen Au- gen blind. Sie machten drey Gattungen Seelen. Dem Menſchen ſchreiben ſie eine vernünftige, dem Vieh eine ſinnliche, und'den Pflanzen eine das Wachschum befördernde zu. 7 Das iſt widerlegt, ſo bald es nur angeführt iſt. Waßt- ſcheinlich iſt"das Leben der Thiere vom Leben der Pflanzen darin unterſcoteden, daß jene Empfindung haben; dieſe nicht, Es iſt alſo erwieſen, daß die Pflanzen ſo wohl als die Thiere keben. Indeſſen wird es doch für meinen Zweck nicht un- dienlich ſeyn, dieſe Wahrheit noch mit einigen Gründen zu unkerſtüßen. Dahin gehört erſtlich
Die Llährung. Wo ſich dieſe-findet, da muß auch
ein Zufluß der Säfte, folglich auch Leben ſeyn; denn das'
Wort und der Begriff von V35ährune involvirt ſchon ein Feben. Da nun alle Pflanzen ihre Nahrung aus der Erde erhalten; ſo leben ſie auch. Schon Kylbel*) hat es mit ſtarken Gründen erwieſen, daß die Nahrung der Pflanzen, aus der zarfeſten Erde beſiehe, welche vermittelſt des Waſz ſers zu ihrer Würzel geführee wird. Hieraus folgt, was uns , die tägliche Erfahrung aller Orten lehrt, daß nehmlich die Pflanzen, wenn ſie nicht genug von dieſem mit den zarteſten
Erd-
*) Dill. de cauſſa fertilitatis terrarum, Lugd, 1743. 4to, Gall. StocK. 1745. 8vO, Suec, bis,
|
| |
| |
hn
und pp dian un" WW u ver Mu
(") u je NE fand( gfahe 192 einſaug'S fad R
3 diz 0181 mn pm it, NM fait WIE; eg ee vw dd vſe
|<>"? | Behn 1
te undhu nit dem
|| Qrößten 168
m ND | füt, ze |"fag
Wideg,
feutſcp
lwſag | In Win | 7epen trägt ay
Men gä,


