Teil eines Werkes 
1 (1776) Des Ritter Carl von Linné Auserlesene Abhandlungen aus der Naturgeschichte, Physik und Arzneywissenschaft. 1
Entstehung
Einzelbild herunterladen

der in t, ſone

St. ſchrei: nn bes 't ſich Dflan« weit, 1 alſo 1 Aus Dem ) eine ende aht anzen nicht, hiere fun den zu

auch 1 das 1 ein Erde mit nzen, Waſe Suns < die vteſten

(E)- 0,63),

1. Von der Begattung der Pflanzen,*

Erdeheilen geſchwängerten Saft anziehen können, verdorren und gleichſam aus Hunger ſterben. Die Gewächſe die auf dürrem und trocknem Boden wachſen, werden daher mager und ſchmächtig, und man ſiehet ihnen deutlich den Mangel der Nahrung an. Ganz anders aber verhält ſichs mit Pflan- zen, die auf fettem Boden ſtehen, welche nicht nur grüner, ſtark und fett werden, ſondern auch in ihrem glücklichen Zu- ſtand gleichſam luſtig und froh ſind; ebenſo wie die Milch- gefäße unſeres Körpers von reichlicher Speiſe viele Nahrung

einſaugen, und den Körper fett und munter machen, und

ſo auch umgekehrt.

Zweytens das verſchiedene Alter. Jedes leben- dige Geſchöpf nimmt ſeinen Anfang, ſein Ende, und iſt unzähligen Veränderungen unterworfen.| Das iſt auſſer Zweifel. Wir ſehen daß die Kindheit ſchwach und hinfällig iſt, die Jugend hingegen in voller Schönheit und Ueppige- keit blühet; daß der Mann fruchtbar, ſtark, dauerhaft und geſeßt wird; daß endlich das Alter verwelft, vertroc>net, bleich und ſchlaff wird, und ein trauriger Prediger der be- vorſtehenden Verweſung iſt. Leiden aber nicht die Pflanzen eben dieſe Veränderungen; durchlaufen ſie nicht even dieſe Bahn? Ihre Kindheit iſt ſchwach und hinfällig, ohne Blüe ehs und Frucht. In der Jugend ſind ſie munter, prangen mit den ſchönſten glänzenden Blumen, und ſtehen in der größten Anmuth und dem lachenden Frühling ihres Alters, Im Männlichen Alcer oder ihrem Sommer, werden ſie ſtärker, ſ<wächer, weniger ſchön und tragen Früchte. Jm Herbſt endlich, oder ihrem hohen Alter, ſenkt ſich ihr Sten- gel nieder; ſie verdorren und kehren zur Erde zurück, aus der fie entſtanden ſind. Der Epheu hat in den erſten Kinderjahren lanzenförmige Blätter, allein weder Blumen noch Früchte, In dieſer Kindheit iſt es der kriechende Epheu(Redera humi repens C. B. 3 05.). Jn ſeiner Jugend vder Knabenalter trägt er fünflappiche Blätter und ſteigt an Felſen und Bäus men geſtükt, unfruchtbar in die Höhe, Dann iſt es der un-

[ 4 frucht-