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Praktische Anleitung zur Anwendung des Nivellirens oder Wasserwägens in den bey der Landeskultur vorkommenden gewöhnlichen Fällen : mit 4 illuminirten Kupfertafeln / von D. Gilly
Entstehung
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BDI in 9. 25. erwähnte Zuggefälle auf diejenige Länge, in welcher der Graben ge- führt werden ſoll, ingleichen das im Graben verbleibende Standwaſſer zum Ab- zug des OQuell- und Regenwaſſers, abrechnen, und dann erſt zuſehen, ob noch ſo viel Waſſer wirklich abgelaſſen werden kann, daß der beabſichtigte Zwe da-

durch erreicht werde, und ob die anzuwendenden Koſten dennoch mit dem zu er-

wartenden Nußen in Verhältniß ſtehen dürften.

9. 39.:

Endlich iſt noc< einer Operation beym Nipvelliren zu gedenken, Es iſt näm- lich in dem Borhergegangenen immer nur ſolcher Fälle gedacht worden, wo die Waſſerwaage ohngefähr in die Mitte zwiſchen zwey zu nivellirende Punkte ge- ſtellt wurde, deren Entfernung 20 bis 25 Ruthen betrug 3; wenn aber C. 24. angeführt worden, daß es bey ungleichem Terrain zweckmäßiger ſey, nur kurze Diſtanzen, etwa von 5 Ruthen, und zuweilen bey ſehr unebenem Terrain noch wohl fürzere, zu nivelliren, ſo würde, wenn man nach den vorherigen Anwei- ſungen die Waſſerwaage jedesmal in die Mitte ſolcher kurzen Stationen ſtellen wollte, die Arbeit zu langwierig und beſchwerlich werden. Man kann daher aus einem Standpunkt der Waſſerwaage mehrere Punkte zugleich zu jeder Seite des Inſiruments nivelliren;-

Z. B. Fig. 6x. von a bis b wären zwar nur 23 Ruthenz; das ſehr kurz Fig.62,

auf einander ſteigende oder fallende Terrain erforderte aber, die Punkte d, e, f und ZS in den boygeſchriebenen Entfernungen zu nivelliren; ſs kann ſolches aus dem Standpunkte der Waſſerwaage in h ebenfalls geſchehen, indem nämlich die bemerkten Höhen, an den auf dieſen Punkten' aufgeſtellten Signal- oder Meß- ſtangen notirt werden. Bey der folgenden Station bc gilt ein gleiches Ver- fahren 3; nur muß wegen des veränderten Standes der Waſſerwaage erſt wieder nach b viſirk werden, um die Höhe der nunmehrigen Viſirlinie über dem Punkt b zu erhalten.(FS. 24.)

Um aber bey dieſer Operation' nicht ſo leicht zu irren, iſt es beſſer, den Gang des Nivellements in einer Skizze oder Handzeichnung, wie S. 24. erin- nert worden, zu bemerken, anſtatt die Waaße in eine Tabelle einzutragen.