Holz nehmen muß, und doh wohl nicht einmal erwünſcht zu Stande kömmt. Defters hindert ſolches auch der, gewöhnlich in ſolchen Thongründen befindliche, mit Quellen durchzogene Triebſand. Das vorhin beſtandene Gleichgewicht wird durch die Ausgrabung aufgehoben, die Ufer drücken nunmehr den an den aus- gegrabenen Stellen entblößten Triebſand in die Höhe, und man wird daſelbſt die, durch das Nivellement beſtimmte Tiefe nur ſehr beſchwerlich, auch wohl zar nicht erhalten,
Es müſſen daßer dieſe Umſtände, und die damit verknüpften Koſten und Solgen, wohl erwogen, und mit.dem von einer ſolchen Gräbenarbeit zu erwar- tenden Nußen verglichen werden, ehe man dazu ſchreitet,
Eben ſo muß bey einem, durch das Nivellement herausgebrachten Gefälle eines abzulaſſenden Sees, oder eines zu entwäſſernden Bruches, dahin geſehen werden: ob der Ductus, in welchem der Graben geführt werden ſoll, auch ver- hältnißmäßig gegen das Gefälle nicht zu lang ſeyz der mehreren Koſten nicht zu gedenfen, die ſolches gegen einen kürzern Gravenzug erfordert, ſo iſt in Betracht zu ziehen, daß der Erfolg leicht gegen die Erwartung ausfallen kann, wenn man zu wenig für das Zuggefälle(4. 25.) eines ſolchen Grabens rechnet, und ſich wohl gar einbildet, wie es ſchon von manchem geſchehen iſt, daß ein Zuggefälle gar nicht nöthig ſey, ſondern daß ſo gegraben werden könnte, daß das Unter- waſſer z. B. in Fig. 36. bis in b unter das abzulaſſende Waſſer, mit herauf: genommen werden könnte,(wie die Gräber ſich auszudrücken pflegen) und daß alſo das abzulaſſende Waſſer um die ganze Höhe mb ablaufen müßte. Bey der Ausführung aber wird es ſich ſchon anders ausweiſen, nämlich, daß die Gräber bey aller Anſtrengung auf ſo langen Diſtanzen das Unterwaſſer«ver? lieren, d. i. die mit dem Grundwaſſer over durch Ouellen ſich loswühlende Erde, kleine Steine und dergleichen werden es nicht zulaſſen, daß mit ſehr geringem Zuggefälle oder wohl gar in einer Horizontallinie, der Graben heraufgeführt wer- den könne, geſeßt aber auch, es würde ſolches mühſam zu Stande gebracht, ſo wird das abzulaſſende Waſſer ſelbſt ſo viel Erde von der Doſſirung und aus dem Grunde loswühlen oder mit ſich führen, daß der Grund des Grabens dadurch einen natüriichen Abhang erhält. Man muß alſo bedachtſam von der nivellirten Höhe, um welche ein abzulaſſendes Gewäſſer höher liegt, als ein aindere8, das


