gewöhnlich den erſten Weg zurück; noch beſſer und ſicherer iſt es aber bey der Probe einen ganz andern Weg als den erſten zu gehen. Man wird dann zwar nicht die Lage der Stationspunkte, wohl aber finden, wie ſich der Anfangspunkt ves Nivellements gegen den Endpunkt verhält, d. i. um wie viel einer von bey- den höher oder niedriger iſt als der andere. Aus einer Uebereinſtimmung dieſes Reſultats mit dem erſten Nivellement, wird man ſchon auf die Richtigkeit in ven einzelnen Stellen ſchließen können, weil die erſte Abwägung aus ſelbigen zus ſammengeſcht iſt; bey einer entſtehenden Differenz müſſen hingegen die ein- zelnen Stationen revidirt werden, weil an irgend einer oder der andern Stelle ſicherlich Fehler vorgegangen ſind,
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Im Folgenden wird eine Methode zu nivelliren gezeigt, wobey man ſich am wenigſten verſehen und Fehler begehen kann, ſo wie denn auch das Auftra- gen bey ſelbiger ſehr leicht iſt. Dieſe Operation findet aber vorzüglich nur auf einem ziemlich ebenen Terrain ſtatt, oder da, wo nicht allzu große Erhöhungen
oder Erniedrigungen des Terrains vorkommen. Es ſey z. B. Fig. 29. a der Fig.29.
Anfangspunkt eines Nivellements, von welchem man wiſſen will, um wie viel ein anderer entlegener Punkt höher oder niedriger iſt, als derſelbe; zuvor mißt man die Stationen ab, oder die zu nivellirenden Punkte beſtimmen die Stax- tionen, auf welche Pfähle eingeſchlagen werden, und zwar der Pfahl in 2, ſo daß ſein Kopf mit der Erde gleich iſt. Nunmehr wird die Waſſerwaage, zwi- ſchen die erſten beyden Pfähle geſtellt, nach a viſirt, ſodann die abgerichtete Ta- fel an die Meßſtange recht feſt geſtellt, ſo daß ſie ſich nicht im mindeſten ver- rücfen fannz in b wird nun die mit unveränderter Stellung der Tafel in a, nach b getragene Meßſtange, auf den recht gerade abgeſägten Kopf des daſelbſt eingeſchlagenen Pfahls geſtellt, und dieſer Pfahl mit einem hölzernen Schlägel ſo lange eingeſchiagen, bis die immer nach der erſten Viſirlinie nach a feſiſie- hende Tafel mit der Viſirlinie der Waſſerwaage übereinſtimmt, weshalb die Meß- ſtange(ich ſage nochmals mit unverrückter Tafel) bey jedem wiederholten Ein- ſchlagen des Pfahls, auf deſſen Kopf aufgeſtellt wird, ſo daß alſo nicht die Tafel geſchoben, ſondern der Kopf des Pfahls ſo lange eingeſchlagen wird, bis


