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' Da nun vergleichen Horizontallinien auf weite Entfernungen oder Diſtan- zen nicht wirklich gezogen oder dargeſtellt werden können, ſo muß man ein Zus FIrument haben, welches die Horizontallinie anzeigt.
6. 5. Wenn nun nach 68. 1. unter andern, die Oberfläche eines ſtillſtehenven Waſſers eine Horizontalfläche iſt, die in ihr liegenden Linien und deren Verlän- gerungen aber, Horizontallinien ſind, auch jede mit einer Horizontallinie
Fig. 2. parallele Linie, gleichfalls eine Horizontallinie iſt, ſo iſt das Fig. 2. abgebildete
Inſtrument, eines der natürlichſten Werkzeuge, um eine Horizontallinie anzu- geben, wo nemlich in einer von Blech angefertigten Nöhre Fig. 2., deren beyde Enden aufwärts gebogen und mit Gläſern verſehen ſind, Waſſer gegoſſen wird, deſſen Oberflächen nicht nur in jedem Glaſe, ſondern auch, wegen der Commu- nication-des Waſſers, in beyden, in einerley Horizontalfiäche ſtehen, ſo daß einte über beyde Waſſerflächen in den Gläſern gezogene, oder an ſelbigen weg viſirte ginie ab, eine Horizontallinie iſt.
anmerkt. Weil das Lueckſilber ebenfalls ein Fluidum ift, fo beruhet es auf gleichen Gründen, wenn man communicirende Röhren anſtatt des Waſſers mit Oueſilber anfüllt, wobey noch der Vortheil entſteht, daß man Dioptern zum Viſiren anbringen kann, welches bey den Waſſerwaa?- gen nicht ſtatt findet.( Die hieſigen Mechaniei verfertigen ein dergleichen Mercurialnivequx ſär den Preis von 12 Rthlrn.) z Der Herr Oberſitieutenant Müller hat* eine ſolche Waſſerwaage in einer beſonderen Ab- Handlung, unter dem Titel: Beſchreibung eines neuen vorzüglich geimeinnüßigen und bequemen Werkzeugs zum Nivelliten oder Waſſexwägen,/ Göttingen 1792 veſchrieben.
G.- 6.
Dieſe durch die Waſſerflächen in den Gläſern angezeigte Horizontallinie fann nun, durch's Zielen oder Viſiren, nah entferntern Gegenſtänden fort- geführt werden, umd zwar, indem man ſich etliche Schritte von der Waſſer- waage abſtellet, und nicht durch die Gläſer, ſondern neben denſelben vorbey, das Auge mit den Waſſerflächen in eine Linie bringt, und ſo die an der bald näher zu beſchreibenden Meßſiange befindliche Tafel dergeſtalt durch Auf- und Nieder- ſchieben abrichten läßt, daß die Mitte der Tafel, mit der gegen die beyden LWaſe ſerßächen her, mit dem Auge gefaßten Viſirlinie, genau übereinſlimmt,
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