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Gnvdlich wird man noFH einwenden, daß die Uufſtellung eines ſolc<en Upparats in einem Hauſe zu viel koſte. Es ijt ſchon oben erwähnt worden, daß dieſe Herſtel? lung nicht die Hälfte der Koſten eines gewöhnlichen Ubtrittes erfordern; und nun über den Upparat ſelbſt folgen hier die Ukkorde na) 3 Klaſſen, die man von Seite des General: Comites des landwirthſchaftlichen
Vereins mit Herrn Wirth, Schöäflermeiſter in der Schäflergaſſe Nro. 1565 geſchloſſen hat, und für die
Hr. Wirth immer den ganzen Upparat fertig liefert, welchen bald die Handwerker auf dem Lande noch wohl- feiler liefern können.
Mp» a0 va rt Ir Obere Faß
Schäflerarbeit für das eichene Faß mit 3 Böden und Luck(De>el zum Deffnen)
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ZE baier. Eimer haltend... 8fl.=?kre. Schloſſerarbeit für H eiſerne Reife, die Z Böden mit Leiſten, jede Leiſte mit 3 Schrau- ben, und das Luck beſchlagen. Or 4 mleg Kupferſchmidarbeit für den kupfernen Sei- ber, dann das Rohr, welches das obere Faß mit dem untern verbindet.. TT-=-- Untere Faß. Schäflerarbeit für das gleich große Faß, ohne den Zten Boden, alſo nur. GEG zii Schloßer für 6 eiſerne Reife:. 8:=- 40 fl.= fyr.
( Dazu gehört dann nur noM die hölzerne und zin- kerne Kappe, oder Einſchluß des Ubtrittsrohrs€ e und ef, welches ſi< jeder nach Verhältniß der Ubtritts- Röhre machen läßt.)
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Obere Faß von gleicher Größe.
Arbeit von Schäfler, Schloſſer und Spängler, wo das Faß zwar auch mit Eiſen beſchlagen iſt, aber die Bö9- den feine eiſerne Schrauben haben, und der Seicher anſtatt von Kupfer vom Bleche gemacht iſt 10 fl.=- kr.
Untere Faß vou gleicher Größe. Scäfler... 2 Z. TD Schloſſer«< 2 5 7+. 50
29 il.=- fr. UPD ab 00 FR aS ee
Uuf dem Lande kann der Bürger und Bauer ihn no< wohlfeiler machen laſjen, indem das eichene Holz nicht ſo theuer iſt, die Fäſſer auch eben keine eiſerne
Reife brauchen, ferner der Seicher vom cichenen Holze
gemacht ſcyn kann,
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Uebrigens iſt es bequemer, wie oben hemerkt iſi, wenn man wenigſtens überall das untere Faß doppelt befißt, weil es öfter geleert wird. Unterdeſſen iſt es nicht nothwendig. Wenn das untere geleert wird, kann man das obere bis dahin verſchließen; und wenn das obere geleert wird, kann man ein Schäfſel, oder an- deres Geſchirr einsweilen unterſtellen.
Das General- Comite des landwirthſchaftli<hen Vereins hat nach dieſen beſtimmten Preiſen den Uppa- rat erſter Klaſſe ſich angeſchafft, weil er ganz ſolid und dauerhaft iſt. Dieſer Upparat kann ſo im Lokale des landwirtbſchaftlichen Vereins ſtets> eingeſeben werden, und Fömmt au< auf dem nächſten Oktoberfeſte mit
"den landwirthſchaftlichen Maſchinen und Geräthſchaſten
auf der Thereſienwieſe zur Uusſtiellung*), damit Jeder- maun von dieſer ſo wohlthätigen Einricqtung Kenntniß nehmen kann. Es läßt fich alſo erwarten, da die Ko- ſten ſy unbedeutend ſind, und die Vortdheile für die Landwirlhſchaſt und Menſc<heit ſo groß ſiH darſtellen, daß bald in allen Städten, Flecken und Dörfern dieſe neuen beweglichen und geruchloſen Ubtritte hergeſtellt, und die alten ſammt den Sc<hwindgruben tc. verbannt werden, Jede Ortspolizei kann= in ihrer Verpflichtung zur Uufrechthaltung der Reinlichfeit und Abſtellung al- les den Unſtand beleidigenden Unblickes und Ungemachs wegen Räumung der alten Ubtritte und Uusführung derſelben, Schütßzung der Flüße, Kanäle und Bäche da- vor, ſohin Einführung derjenigen nöthigen Ordnung, wie ſie in der oben bemerkten Schriſt über den Dün- ger genau, bezeichnet iſt, am meiſten ja alles bewirken, Die Landwirthſchaft einer ganzen Gegend wird bald den wahren Segen dieſer Einrichtung mittelſt des neuen Düngerreichthums dankbar erkennen, und auch alle Be- wohner in Städten, Flecken und Dörfern dasſelbe, da das größte Ungema<h in der Welt ihnen damit fiir im- mer abgenommen iſt, Denn, wie erſt vor Monaten der Endländer Finlaiſon genau berechnete, daß ſeit 30 Jahren die Berhältniſſe der Sterbenden zu den Le- benden fich ſehr vortheilhaft geändert haben, und die- ſes vorzüglic< der ſeither eingeführten größern Rein- lichfeit zuzuſchreiben iſt, ſo müſſen bei der Verbreitung dieſer neuen Ubtritte die glücklichen Folgen für die Ge- ſundheit der Menſchen in Zeit weitern 30 Jahren wahrhaft Staunen erregen. München, den 15. Sept. 1823- v. Haäzzi. Ioſ, v. Baader,
*) Allgemein ward von vielen Tauſenden auf der The» reſienwieſe bei der Ausſtellung dieſes Apparats der Vortheil davon eingeſehen; ſc<on ſind bei Hru. Wirth 60 ſolche Fäßer beſtellt, alle Tage folgen neue Beſtellungen, und in vielen Häuſern werden ſie ſchon hergerichtet, Bald wird kein Haus mehr ohne dieſer ſo großen Wohlthat ſich finden.
Hbere Faß vvn obiger Große-> 7fl.=- kr, Untere Faß eben ſo.: SEN ian 917 13 fl. IRE Er.
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