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Über den Dünger, zugleich aber auch über das Unwesen dabey in Deutschland, besonders in der Haupt- und Residenzstadt München und ganz Baiern ... / von Hazzi. Vorgetr. i. d. öff. Vers. d. landwirthsch. Vereins in München. M. e. Beil. über die Hornviehstallungen d. kgl. würt. Versuchs-Lehranst. zu Hohenheim ... von ... Schwerz
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Seite
95-96
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ichen läßt. Nothwendig iſt bei dieſer Vorrichtung, daß der Zapfen mis einem fo langen Stieie verſehen ſey, daß er von oben gezogen werden kann, Die vierzig- mal verjüngte Ubbildung des Hohenheimer, na<m Bra-

Fig-3. 4. für

banter Urt eingerihteken, Güllenkarrns Fig, 1. u. 2, wird die Sache erklären, Klarerer Unficht halber ſind die 2 Räder mit breiten Felgen weggelaſſen.

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a) zeigt den waſſerdichten Kaſten, deſſen Bretter zuſammengefedert ſind, und der der Dauer wegen mit HOehlfarbe angeſtriHen iſt, Er mißt im Lichten oder von Innen 54 Fuß(baieriſch) in. der Länge, 2 Fuß 4 Zoll in der Breite, und 2 Fuß 2 Zoll in der Höhe, Gefüllt wird er auf ebenem Wege ohne Unſtrengung von einem guten Pſerde gezogen. Hat man aber weit, Hder auf ein friſch gepflügtes Feld damit zu fahren: ſo iſt es räthlich, dem Pferde eine Vorſpann za geben, welches bei uns oft ein Maulthierx verſieht.

b) Der feſtſigende Deckel.

ce) Eine bewegliche Falle, die bei dem Erfüllen zurü> auf den Deckel gelegt wird, Un der Falle be- finden ſich dd) ein Ungriff, um die Falie zu heben. Er ſteigt etwas in die Höhe, damit die Falle bei dem Uuf- oder Zurückſchlagen nicht flaM auf den Deckel zu liegen Fomme, und dann nicht leicht anzufaſſen ſey.

e) Zwei Schiebriegel von Holz, die Fülle zu ſchließen.

f) Das Loh, durch welches der Stiel des Zapfens durchzugehen hat, damit man bei dem Ziehen das leß- tern nicht nothig habe, die Falle zu offnen, welches bei dem Fahren nicht ohne UAusſchwappen der Flüſſig: Feit geſc<ehen könnte- Das Lo muß nicht zu weit, zedoch weit genug ſeyn, daß bei der eiwas ſchrägen Seakung der Falle beim Schließen der Zapfenſtiel un- gehindert dur<Ffann.

g) Bezeichnet den Zapfen ſammt ſeinem Stiele, punktiet da, w9 ex durch das Innere des Kaſtens dyurhgebst,

N 7; L:

h) Die dur< den Boden des Kaſtens hervorra- gende Spiße des Zapfens. Eigentiich ſteht ſie nicht ganz ſo weit vor, wie ſie hier abgebildet it. Das Loch im Boden des Kaſtens konnte nicht in der Zeich? nung angegeben werden- Es mißt Z Zoll im Durch- meſſer. Wegen keilfsrmigen Zapfen wird es nach un- ten oder auſſen um 23 Linien verengt.

L) Fig. 3. ſteilt den Zapfen vor. Er iſt vierzig mal verjüngt. Die lange Spiße daran iſt nicht zweck- los. Es trifft ſiH nämlich oft, daß der Zug auf dem Felde durch irgend eine Urſache ſtille ſteht, oder mit dem Güllenfaern Furz umdrehen muß, wobei dann die Flüſſigkeit, wenn man nicht im Stande iſt, ihr augen- bliälich den Uusgang abzuſchneiden, ſich zu ſtark auf einen Punkt ergießt. Es trifft fich ferner eben ſo oft, daß etwas Stroh in der Jauche, oder ein verdickter Klumpen, oder auch Stroh bei der Gülle, mitunter läuft, das Loch verſperrt, und das Uufräumen daxin nöthig macht. Dieſes kanu aber, ſo wie das Schließen des Lo<43, nicht anders, als von oben herunter, aijo vermittelſt des Zapſens geſ<eben« Da läßt ſic) dann in dem zum Theile noch gefüllten und durch die Falle über dem geſchloſſenen Kaſten die Oeffnung weder ſo leicht noch ſchnell genug treffen, wenn der Zapfen gänz- lim daraus aufgezogen worden. Nun aber bleibt nach unſerer Einrichtung auch nac) dem Ziehen des Zapfens die Spiße desſelben noch im Lo<e, wodurc< man die- ſes beim Shnellzuſchließen nie verfehlen kann, und will ſich die Oeffnung ſtopfen, ſo dient jene Spitze zum Rührſtoe>k. Es bleibt deßhalb, beſonders bei verditer Güſſe, nothwendig, daß ein Knabe vermittelſt des

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