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-- Wegzuwerfen, von ſich zu ſtoßen, was in den Malereyen alles eigenen Lebens und Geiſtes ent- behrt, damit das Herz nicht einſchrumpfe, nicht un- fahig werde, das Starke, Große, Tiefe und In- nige in ſich aufzunehmen.--
Die Schule von Bergamo, in welcher Stadt ich einige Wochen lang mich aufgehalten, gewährte mir unter dieſen Umſtänden nicht geringen Troſt. Dieſe Stadt hatte in älteren Zeiten den Andrea Previtale hervorgebracht, einen ſehr tüchtigen Maler in Bel- lino's Manier; in Sto. Spirito daſelbſt der Seiten» altar linker Hand, in der Mitte St. Johannes“ Baptiſt auf einer Erhöhung, wie predigendz zu den Seiten St. Joſeph, St. Paul und zwey an- dere Heilige. Auf einem Blättchen zu den Füßen des Hl. Johannes: Andreas Preyvitalus pinxit.
"M.D.XV. Auf anderen Bildern nennt er ſich Andreas Berg.(Bergomaeus). Im obigen ein ſchönes, etwas ſtatuariſches ſich Gehaben, ein edler Charakter. Nichts Hinreiſſendesz allein das Rechte, Zufriedenſtellende.
Später, doch nur um wenig, der berühmte äl- tere Palma, von welchem hier nichts. vorkommt.


