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Drey Reisen nach Italien : Erinnerungen / von C. F. v. Rumohr
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ben, weder aus dem Gedränge des einzelnen Schö- nen herauszufinden, noch über die Production des Schönen in der Kunſt etwas halbhin Genügendes zu lehren.

Der Begriff der Schönheit iſt ein ſehr allgemei- ner, ſehr umfaſſender; weil ſo Viel ihm unterzuord- nen iſt, hat man, ſogar ohne zu wiſſen, woher und wohinaus, doch mit dieſer Materie ſo viele Bücher ausgefüllt. Allein aus eben dem Grunde iſt er ein höchſt einfacher, in deſſen äußerer Be- grenzung ablenkende Ungehörigkeiten einzuführen, ſich unmittelbar durch Verwirrung beſtraft. Man ſoll ihn übrigens, weder aus vereinzelten Erfahrun- gen ableiten, noch ihn conſtruiren wollen, ſondern ihn ſuchen im Bewußtſeyn, in welchem er nieder- gelegt iſt. Er iſt, gleich den Begriffen der Wahr- heit und des Weſens, eine jener Grundformen der geiſtigen Anſchauung, welche den vernünftigen We- ſen angeboren ſind; welches lezte Niemand befrem- den ſollte, wenn er dem thieriſchen Zuſtande den In- ſtinct einräumt.

Denn ich verſtehe hier nicht etwa jene Undinge, welche ein beſchränkter Schülergeiſt, der Geiſt des

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