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Drey Reisen nach Italien : Erinnerungen / von C. F. v. Rumohr
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nach der Schönheit ſich benennt, auch das Rechte wollen, vielleicht ſelbſt zeigen, auf welche Weiſe es zu erlangen ſey. Indeß hat die Schönheitstheorie ganz im Gegentheil in der Production des Sch0- nen den Künſtler aufgehalten, indem ſie vom Pro- duciren an ſich ſelbſt eine falſche Vorſtellung auf- gefaßt, und gelehrt hat, das Schöne in der Kunſt entſtehe aus dem WiederabdruXe des Eindru>es irgend eines außerhalb der Kunſt gelegenen Sc<b- nen. Vom Schönen ſelbſt hatte man, zwar auf ſehr verſchiedene Weiſe aufgefaßte und ausgedrüte, doch immer nur ganz empiriſche Begriffe zur Hand. Niedrigkeit und Verworrenheit lieben gleich ſehr in Schwulſt ſich einzuhüllen 3 daher bey Begriffen, welche nie über die beſchränkteſte. Erfahrung ſich erheben, ſo viel von Gott die Rede iſtz als wenn Gott der Schönheit allein angehörte und ſonſt nir- gendwo anzutreffen wäre!=- Zum allgemeinen Be- griffe der Schönheit, als einem primitiven, rein geiſtigen, jegliches ihm Untergeordnete aufnehmen- den, aber an ſeine Stelle verweiſenden, ſchien lan- gezeit Niemand hinanſteigen zu wollen. Und den- noch iſt, ohne dieſen Begriff rein aufgefaßt zu ha-

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