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alle die manierten Arbeiten ganz moderner Künſtler verbrannt zu ſehn, damit die Kunſt wiederum bey Giotto fromm und einfältig beginnen und, der Na- tur nachgehend(ſ. lett. Sulla pitt. ete.) allmäh- lich wiederum zum Vortrefflichen ſich erheben könne. In der Folge ſprach Lanzi in den Einleitungen zu feiner Kunſtgeſchichte das Paradoron rein heraus: daß neuere Künſtler wohlthun werden, mit der Nachahmung der älteſten, einfachſten Geſtaltungen der Kunſt ihre Laufbahn anzuheben. Der leßte dieſer Schriftſteller hat vor etwa fünfunddreißig Jahren bey den Deutſchen, welche damals in Rom ſtudirten, zuerſt für die Kunſt des Mittelalters die- jenige Achtung, bald Verehrung angeregt, welche die Kunſtfreunde unter die früheſten Symptome der bevorſtehenden Umwälzung verſeßen. Auch Hofrath Meyer arbeitete damals an Schilderungen des Bel- tino, Mantegna und Perugino, während Auguſti Wilhelm von Schlegel den Carlo Cignani beſang, Ludwig Tie> noch am Watteau Gefallen trug. Ungefähr um dieſe Zeit begann man die Poeſie und allgemeine Auffaſſungsart des Mittelalters zwar nicht dem claſſiſchen Alterthume, doc< immer dem
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