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die Deutſchen ergriffen hat, aus dem gleichzeitigen Hervorbrechen glüFlicher Geiſtesanlagen, aus fort- gehender Annäherung an die Natur, aus dem Wetteifer bey vermehrter Gelegenheit zur Arbeit, ſchon ganz überzeugend ſich erklären laſſe: Indeß ſollte der Grund dieſer Thätigkeit oder auch der Wendung, welche ſie genommen, nun auch wahr- haft, allein in einer neuerlich aufgekommenen Beach- tung und Nachahmung der Denkmale mittler Zei- ten aufzuſuchen ſeyn; ſo wird man doch, um den Urſprung dieſer Wendung des Geiſtes gehörig zu ermitteln, um Vieles höher hinaufſteigen müſſen, als es den Kunſtfreunden gutgedünkt. Denn es hat die Vermuthung, daß von den Meiſtern der neueren Vorzeit ungemein Viel- zu erlernen ſey, in Italien um funfzig Jahre früher ſich gemeldet, als bey uns. Schon um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts ſprach zu Florenz der Probſt Gori an mehr als einer Stelle von den Bildern auf Goldgrund ganz, wie einſt Pauſanias von den äl- teſten Götterbildungen der Griechen. Gleichzeitig äußerte zu Bologna der alte Zannotti den vielleicht ſchon ſeit Anfang des Jahrhunderts gehegten Wunſch,
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