39
welche man gerade zur Schau trägt. Ich ſelbſt hingegen vermiſſe zwar in Göthe's gelegentlichen Aufwallungen für ſcheinbar einander ganz entgegen- geſeßte Erſcheinungen jenen allgemeinen Standpunct, welcher alles Untergeordnete an ſeiner Stelle und in ſeinem rechten Werthe zu ſehen geſtattet z ver- kenne auch nicht eine gewiſſe Schwäche und Nach- giebigkeit gegen Perſonen, welche gerade auf ihn einen längeren, oder auch nur vorübergehenden Einfluß erworben; kann jedoch nicht umhin, anzu- nehmen: daß etwas Tieferes jenen ſcheinbaren Schwankungen zum Grunde liege. Denn verfol- gen wir ſeine Aeußerungen über die Kunſt und ihre Werke von jenen leichten, auf das holländiſche Weſen zielenden Andeutungen im Werther, von dem hymnusähnlichen Lobe Erwins und Aehnlichem der früheren Zeit bis zu den allerſpäteſten in ſeiner Le- bensbeſchreibungz; ſo zeigt ſich in ihrer Geſammt- heit das Gefühl, vielleicht der geheime Gedanke: daß Jegliches, worin der menſchliche Geiſt ſich verkündet, welcher Zeit und Schule es nun auch angehöre, ſtets Beachtung verdienen, gebildete Seelen anziehen müſſe.
Wie viele und welche anderweitige Kunſtfreunde
KEREN< N< NE 8<- 27 4 5 We% GEWE AIS RÖRDGELE HM 7-30 Ws:
STELZER IE SAD ÄT RIS ZIE SSER ZZ SIEREN YE EE IAIN Fea I 1
ann
WE
em STUHR:
|


