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Handbuch des Landwirthschaftsrechts / Theodor Hagemann
Entstehung
Seite
23
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W. landesherrl. Beamten u. adl. Gerichtshaltern. 23

fein Recurs von ihnen an leztern ſtatt53-' der Gerichtöherr hat feine Oberaufſicht über die Juſtizpflege derſelben und er darf ſich daher niemals in ſtreitige Nechtsſachen mis ſchen, öder gar vorſchreiben wollen, wie der Juftiziariys die Sache anſehen,"behandeln und entſcheiven ſoll.*) In bloßen Policeyſachen kann indeß derſelbe, beſon» ders wenn. ſie eilig ſind und der Gerichtshalter entfernt iſt, ſelbſt: eins. Verfügung treFen-| Dagegen würde es aber immer eine unbefugte: Anmäßung des Gerichtsherrn'blei- ben, wenn er ſich eine Gerichtsbarkeit über ſeinen Ge richtshalter zueignen, oder ihn nach den Verhältmſſen ei- nes Liedlöhners behandeln wollte:. Macht ſich derſelbe ei: nes vechtswidrigen Beträgens ſchuldig ſo gehört die Unz terſuchung, Abſtellung und Ahndung vor den unmittelbar vorgeſezten höhern Richter. 1 Mit dem Tode des Gerichts- herrn endigt ſich das Richteramt eines. Gerichtsverwalters nicht**),."Eine wilkührlich/ ohne vorgängige oberrichterz lihe Unterſuchung und Entſcheidung, geſchehene Dienſt- entlaſſung deſſelben iſt rehtswidrig und, wenn ſie auch in dem Beſtanungsbriefe feſtgeſeßt ſeyn ſollte, der Juftizpflege durchaus nachtheilig und ſchon in dieſer Hinſicht unzuläſ- das Richteramt herabwürdigenden Elauſeln, liefert Run- de in denBeyträgen z. Erläuterung recht- licher Gegenſtände, B.2. Nro. 1. ſcharffinnige und treffende.Bemerfungen, die jeder Gerichtsherr bei den zu entwerfenden. Dienſtinſtructionen für ſei-

nen! Zuſtiziarius beobachten und zum Weuſter nehmen ſollte5> von Berg Pöoliceyrecht, Th. 47 8.065 ff.

+) Bülow und Hagemann präctiſche Erörterungen, M2 Mrb. 202

*) Wlü> im Commentar über die Pandecten. 5. 208.