IS Erſter Abſchnitt.| DIE
herrn beſtätigt, oder in dem Herkommen gegründet ſindz M nach den landesherrlichen Geſeßen, welche die Af) öffentliche Verfaſſung der Dörfer und die Landwirthſchaft 8 überhaupt betreffen. und Dorf» Commun- Greben- hb Schulzen--Ackerordnungen u.ſ.w. genannt wer- OAK den; nach den Hofrechten und Hofſprachen, und(et endlich na< dem Herkommen und den Gewohn-(rt0) heitsre<hten, welche leztern die Hauptquellen der ver- vy ſchiedenen Dorf- und Bauernrechte enthalten*). wh 6 15% iN Ein jedes Dorf hat ſeine Aecker, Ländereien, Wie- 4| ſen» Weiden u. ſ. w. Der ganze Bezirk, welcher das(8 Dorf nebſt allen Feldern, Wieſen, Gärten, Weiden, Wh;: Gewäſſern, Holzungen und allem, was ſonſt dazu gehört,"| in ſich begreift, heißt Dorfsflur, Dorfsa<t, Hege- i"| feld, Dorfmark, Landwehre, Feldmark**)) q u. ſ- fs Die Beſchreibungen derſelben nennt man Fl ur-“4 bücher. Die Abſicht ſolcher Bücher beſtehet hauptſach-
lich darin, daß die Grenzen des Dorfs überhaupt und das| Eigenthum der dazu gehörenden unbeweglichen Grund-| 4.500 ſtücke und Gerechtſame in. völiige Gewißheit kommen. Oft erſiveckt ſich der Endzweck derſelben noh weiter, in ſofern
*») Runde d. Privatrecht, 5. 74 ff- Danz a. a. O. 1. 74 ff.||B **) a Pufendorf Tom. 2. obl. 36. Unter der Dorfs:| flur, dem Hegefelde u. ſ.w., im engern Sinne/ werden gewöhnlich die AFerländereien und Wieſen 3 un-| ter der Dorfsac<ht,y Mark aber die übrigen Zu-| behörungen an Weide» Movren, Holzungen u. ſ. f. ver- ſtanden.


