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Von Dörfern und Dorfsfluren. I7
Gerichtöbarfeit über ein Dorf, ſo wird es ein Gemein- ſchafts dorf genannt. In Anſehung der kirchlichen Verfaſſung ſind die Dörfer entweder Kir<- und Pfarr- oder Filialdörfer, und in ſofern ein Dorf mit kei- ner Kirche verſehen iſt, beißt es hin und wieder eine Bauerſchaft, Kirhſpielsdorf 5), Die ſoge- nannten Freidörfer ſind ſelten,**)
Sabel ds Die Rechte und Verbindlichfeiten der mittelbaren Dörfer und deren Bewohner ſind zu beurtheilen: nach den Verträgen, welche ganze Gemeinden, oder einzel? ne Glieder derſelben, mit ihren Guts-. und Gerichts- herren errichtet habenz nach den ſich hierauf gründenden
nach den Dorfſtatuten, Bauernrecten oder Bauernköhrven, welche größtentheils die Policeyver- faſſung eines Dorfs zum Gegenſtande haben, von den
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Gemeinden ſelbſt verfaſſt und entweder von dem Landes-
+) Bon der ſchiälichſten Anlegung eines Dorfs, ſ.m. Krü- niß Encyclopädie, Artikel: Dorf.
“) Siebenkees Beyträge zum deutſchen Rechte, Th. 3, Nro3g2
8**) Sie enthalten eine Beſchreibung von den Unterthanen, ihren Gütern, Rechten und Beſchwerden. Sollen ſie vollen Glauben verdienen, ſo müſſen ſie unter öffentlicher Auctorität, mit Zuziehung aller Intereſſen- ten, verfertigt und von leztern die darin verzeichneten Rechte und Obliegenheiten freiwillig anerkannt ſeyn. Die Edition derſelben kann keinem Intereſſenten vers ſagt werden. Canz de probabilitate inridica, 6. 166. Claproth Rechtswiſſenſchaft, 6.52. Bülow und Hagemann pract, Erörter. Bd. 1x, Nro, T4.
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