af... Einleitung.
ſich'>auf ein beſtimmtes Territorium. Jene nennt man gemeine Rechtez dieſe Provincial- Particru- lar- Terxxritorial- oder Landrechre= und in- ſofern ſie nur an einem einzelnen Orte, in einer Stadt, einem Dorfe. gelten, Localrechte, Stadtrechte, Dorfrechte- Ein großer Theil der leztern beruhet urſprünglich auf Vertrags- und Gewohnbheits- rechten. Das gemeine in Deutſchland geltende Recht hat theils ausdrücklich/theils ſtillſchweigend geſezliche Kraft erhalten, und es gehören dahin: die deutſchen Reichsgeſeße, in ſofern deven Anwend- barfeit, durch die mit der Reichsverfaſſung geſchehene Ver- änderung, nicht aufgehoben iſtz das römiſche Recht, das longobardiſche Lehnre<t und das päbſtlich- canoniſche Recht. Die verbindliche Kraft der drei leztern hängt von der Beſchaffenheit ihrer Annahme ab, und ſie werden daher auch recipirte Rechte genannt.
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Unter den verſchiedenen in Deutſchland geltenden po- ſitiven Rechten tritt zuweilen der Fall ein; daß ſie ſich entweder geradezu widerſprechen, oder doch in ihren Vor- ſchriften von einander abweichen. Bei einem ſolchen Wis- derſpruche, oder einer Colliſion mehrer Entſcheidungsquelz ſen, hat man die Regel? das ſpeciellere Recht ge- het dem generellen, und das jungere Ge-
ſeß dem ältern vor. Daher haben: erſtlich, die Vertragsrechte den Vorzug vor den Go- ſeen im engern Sinne, oder? unter den Paciſcen»- ten gilt dasjenige, was ſie verabredet haben und
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