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und träufle Sehe flüchtigen(d. hb. rasch verdunsten- den) Schwefeläther hinauf; augenblicklich wird man ein Sinken des Thermometers bemerken, das oft bis zu 20 und mehr Graden hinabfällt. Ein sicherer Beweis, dafs durch das Verdunsten des Aethers dem Quecksilber Wärme entzogen ist. Diese Wärme ist nun verwandt worden, um den Aether in Dunst zu verwandeln und bleibt mit diesem Dunste verbunden, 30 lange dieser die Juftähnliche Gestalt behält, Dem Gefühle und am Thermo- meter iSt Sie aber durchaus nicht bemerkbar; vielmehr hat der Dunst, wenn man ihn dicht über der Oberfläche beim Aufsteigen prüft, gleiche Temperatur mit der ab- gekühlten Flüssigkeit selbst» Aus diesem Grunde hat man dieser zur Verdunstung verbrauchten und unbe- merkbar im Dunst vorhandenen Wärme den Namen der gebundenen oder latenten Wärme gegeben. Wird der Dunst auf irgend eine Weise genöthigt, in den tropfbaren Zustand zurückzukehren; 80 giebt er diesen Wärmeüberschuſs wieder ab und derselbe wird sowohl dem Gefühle, als auch am Thermometer bemerkbar. Daher die bis zur Siedhitze steigende Wärme des Was- gers in den Kühlfässern der Destillateure. An unserm eigenen Körper werden wir beide Erscheinungen unter gewissen Umständen recht auffallend gewahr, Jedem ist die widrige Empfindung der Naſskälte bekannt. Sie entsteht dadurch, daſs die auf der Haut verdunstende Flüssigkeit dem Körper die Wärme entzieht, Viele werden sich auch der Empfindung erinnern, die man hat, wenn man mit noch kühlem Körper in ein heiſses Dampfbad tritt, oder auch nur die Hand in schon et- was abgekühlte Dämpfe taucht. Es bildet Sich sogleich Sichtbare Feuchtigkeit an der Oberfläche der Haut, wobei sich diese merklich erhitzt. und vor dem Aus-


