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Ueber den Gebrauch des Daniell'schen Hygrometers : zu haben bei dem meteorologischen Instrumentenmacher Johann George Greiner : [Verf.: E. F. August]
Entstehung
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S5. 1,

E ist eine bekannte Erfahrung, daſs ein Gefals mit Wasser, längere Zeit offen hingestellt, Seinen Gehalt vermindert, und daſs Sich die Menge dieses Verlustes nach der Beschaffenheit der Wärme richtet. Diese Er- Scheinung Kann nicht anders erklärt werden, als: daſs Wasser in luftförmiger Gestalt Sich von der PFlüssigkeit trennt und unsichtbar in die Atmosphäre übergeht, Dem auf diese Weise verſlüchtigten Wasser geben. wir, in Seiner neuen luftförmigen Gestalt, den Namen Dunst und nennen überhaupt den Proceſs des Veberganges der Flüssigkeit von dem tropfbaten Zustande in den Iuft- förmigen, das Verdunsten der Flüssigkeit.,

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Je höher die Temperatur des verdunstenden Was- Sers ist, desto lebhafter geschieht die Verdunstung, Zu- weilen, wenn ein merklicher Temperaturunterschied zwischen der verdunstenden Flüssigkeit und der(kälte- ren) atmosphärischen Luft Statt findet, wird ein Theil des Wasserdunstes Sichtbar und wir pflegen ihn mit dem Namen WasserdampFf zu bezeichnen. So dampft ein Kessel mit Siedendem Wasser in jeder gewöhnlichen Temperatur der Luft; aber auch das wärmere Fluſs- WaSSer Verdampft in'der kühleren Morgenluft: Selbst ne